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Modell OÖ sichert wirtschaftliche Beschaffungen – erste Fahrzeuge in Oberösterreich ausgeliefert

Linz, Oberösterreich. Der Oberösterreichische Landes-Feuerwehrverband setzt mit einer ersten Fahrzeugauslieferung gemeinsam mit dem Land Österreich ein Beschaffungsprojekt mit großem Sparpotenzial um. Erreicht werden solle, so heißt es vom Landesfeuerwehrkommando, die Sicherstellung der wirtschaftlichen und nachhaltigen Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in Oberösterreich. Im Pilotprojekt ermöglichen dabei standardisierte und vollständig ausgerüstete Feuerwehrfahrzeuge einen fixen und planbaren Preis.

Gründe und Motivation zur Gesamtbeschaffung

Auslöser für das in 2024 gestartete Projekt, so der Oberösterreichische Feuerwehrverband in aktueller Aussendung, waren massive Preissteigerungen bei Feuerwehrfahrzeugen. Analysen zeigten demnach Preisunterschiede von bis zu 160.000 Euro bei baugleichen Fahrzeugtypen. Diese Entwicklung stellte Gemeinden und Feuerwehren vor große finanzielle Herausforderungen und habe neue Wege in der Beschaffung notwendig gemacht.

Modell OÖ

Die Übergabe der ersten Fahrzeuge im Beschaffungsprojekt an die FF Kematen und St. Florian/Inn. Bild: OÖ LFV, Pesendorfer

Reagiert wurde daraufhin mit einem Pilotprojekt zur Gesamtbeschaffung standardisierter, vollständig ausgerüsteter Feuerwehrfahrzeuge. Die Fahrzeuge entsprechen den gültigen Baurichtlinien, werden vorkonfiguriert bestellt und zu einem fixen, planbaren Preis geliefert. Durch die Bündelung der Bestellungen könne sowohl die Höhe der Produktionskosten gesenkt als auch lange Planungs- und Ausschreibungsprozesse vermieden werden. Bis zu 1.000 Arbeitsstunden, die bisher dafür notwendig waren, entfallen künftig.

„Das Kommando der FF St. Florian am Inn hat sich ganz bewusst für das Oberösterreich-Modell unseres neuen Rüstlöschfahrzeugs entschieden, da es weniger Planungsaufwand, komplett neue Geräte und Material sowie keine Außerdienststellung während der Übergangszeit erfordert. Zudem gibt es weniger Zeitdruck bei der Einschulung. Dass wir keine individuelle Gestaltung und Planungen am Fahrzeug vornehmen konnten war uns bewusst. Die Vorteile überwiegen hier schließlich bei weitem.” ABI Christian Selker, Feuerwehrkommandant St. Florian am Inn.

Großer Zuspruch

Bereits im ersten Jahr haben sich 28 Feuerwehren für ein Fahrzeug des Modell OÖ entschieden. Besonders deutlich zeige sich der Erfolg bei großen Fahrzeugtypen: Beim Rüstlöschfahrzeug (RLF) und Tanklöschfahrzeug mit Bergeausrüstung (TLF-B) haben sich alle 7 Feuerwehren für das Modell OÖ entschieden.

Am 19. Januar 2026 konnten die ersten beiden Feuerwehren – FF Kematen und FF St. Florian am Inn – ihre neuen Fahrzeuge (RLF) übernehmen. Zusätzlich werde ein TLF 2000 ab April als Ausbildungsfahrzeug an der Oberösterreichischen Landes-Feuerwehrschule zur Verfügung stehen.

Die Bestellungen verteilen sich auf mehrere Hersteller: 1 Fahrzeug wurde bei der Firma Lagermax (Kommandofahrzeug KDOF) bestellt, 11 Fahrzeuge der Firma Rosenbauer (RLF, TLF-B, TLF) werden bis April 2026 ausgeliefert. Weitere 17 Fahrzeuge (KLF, KLF-L, KRF-L, LF, GLF-L-B, DLK) der Firma Magirus folgen im 3. und 4. Quartal 2026.

LRin Michaela Langer-Weninger: „Unsere Feuerwehren bilden das Rückgrat der Sicherheit in Oberösterreich. Der stetige Anspruch, immer besser, effizienter und nachhaltiger zu arbeiten – ohne den Blick fürs Wesentliche zu verlieren – gehört zu den Erfolgsfaktoren des Oö. Feuerwehrwesens. Mit der Auslieferung der ersten Fahrzeuge im Rahmen des Pilotprojekts „Feuerwehr Gesamtbeschaffung“ setzen wir neue Maßstäbe: modernste Ausrüstung, höhere Effizienz und nachhaltige Strukturen unterstützt unsere Kameradinnen und Kameraden, entlasten die Gemeinden und tragen dazu bei, unseren Standort Oberösterreich langfristig zu stärken. So bleiben wir den wachsenden Herausforderungen stets einen Schritt voraus.“

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Bei der Übergabe der ersten beiden Fahrzeuge: Karl Kraml, Robert Mayer, Michala Langer-Weninger, Michael Brunner (2. Geschäftsführer, Rosenbauer Österreich). Foto: OÖ LFV Natalie Pesendorfer

Feuerwehrpräsident Robert Mayer, Landes-Feuerwehrkommandant betont: „Mit dem Modell OÖ stärken wir unsere Verhandlungsposition gegenüber den Herstellern, entlasten Gemeinden und Feuerwehren und sorgen für einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln.“

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Am 19. Januar 2026 konnten die ersten beiden Feuerwehren – FF Kematen und FF St. Florian am Inn – ihre neuen Fahrzeuge (RLF) übernehmen. Bild: OÖ Landesfeuerwehrverband, Hermann Kollinger

Landes-Feuerwehrinspektor Karl Kraml erklärt: „Die neue Gesamtbeschaffung der Feuerwehrfahrzeuge konnte dank der Zusatzfinanzierung durch das Land Oberösterreich umgesetzt werden. Gemeinden profitieren von fixen Kosten und Planungssicherheit, Feuerwehren erhalten vollständig ausgestattete Einsatzfahrzeuge.“

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