Vollbrand eines leerstehenden Geflügelhofes in Pfatter
Bei einem Großeinsatz in Pfatter, östlicher Landkreis Regensburg, kam es zu erheblicher Rauchentwicklung, welche in westliche Richtung zog.

Brand leerer Geflügelhof in Pfatter mit starker Rauchentwicklung. Bild: Polizeiinspektion Wörth an der Donau/Neft
Am heutigen Mittwoch, 11. Februar 2026, ist es gegen 11 Uhr auf einem Geflügelhof im Maiszanter Weg in Pfatter (Landkreis Regensburg) zu einem Großbrand gekommen. Ein leerstehender Hühnerstall geriet aus bislang ungeklärter Ursache in Vollbrand.
Nach ersten Informationen von Dienststellenleiter Josef Neft von der Polizeiinspektion Wörth an der Donau befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs weder Menschen noch Tiere im Gebäude. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.

Brand leerer Geflügelhof in Pfatter 11.02.2026, Brandschutzwand links schottet Brand ab. Betroffen ist auch eine auf dem Dach befindliche Photovoltaikfläche. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal
Massive Rauchentwicklung – Warnung an Bevölkerung
Durch das Feuer kam es zu einer erheblichen Rauchentwicklung. Die Einwohner von Pfatter wurden über eine Alarm-App-Warnmeldung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Brandort befand sich am südlichen Ortsrand der Gemeinde.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der unmittelbaren Nähe zur Bundesstraße musste die Bundesstraße 8 im Bereich Pfatter für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Die Verkehrsabsicherung übernahmen Feuerwehrkräfte.

Brand leerer Geflügelhof in Pfatter, Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) Feuerwehr Wörth an der Donau, LF16/20 und Drehleiter Mintraching positioniert auf südlicher Seite, rechts Abbruchfahrzeug zum Öffnen der Dachhaut. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal
Großaufgebot an Einsatzkräften
Insgesamt waren 15 Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften im Einsatz. Zusammen mit weiteren Hilfs- und Rettungsdiensten befanden sich rund 190 Einsatzkräfte mit über 40 Fahrzeugen vor Ort.
Im weiteren Verlauf wurden zwei Bagger eingesetzt, um das teilweise eingestürzte Stalldach abzutragen. Dadurch konnten verbliebene Glutnester freigelegt und gezielt gelöscht werden. Dank der baulichen Brandschutzeinrichtungen sowie des schnellen und koordinierten Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindert werden.

Brand leerer Geflügelhof in Pfatter 11.02.2026 Angriff von der Nordseite, von Süden Angriff durch die Drehleiter Mintraching. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal
Brandursache noch unklar – hoher Sachschaden
Die Brandursache ist derzeit noch ungeklärt. Ein technischer Defekt kann nach ersten Einschätzungen nicht ausgeschlossen werden. Die weiteren Ermittlungen übernehmen die Brandfahnder der Kriminalpolizei Regensburg.
Die Polizeiinspektion Wörth an der Donau schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens 500.000 Euro.
Der betroffene Stall war zum Zeitpunkt des Brandes nicht belegt. Menschen oder Tiere kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden.

HLF 20/16 der Feuerwehr Pfatter links im Bild. Der Rauch zieht vorbei am Umspannhäuschen Richtung Westen. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

Viele Weiher in der Gegend bieten die Möglichkeit der Löschwasserentnahme. Dieser befand sich direkt an der Einsatzstelle. Links im Bild das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF der Feuerwehr Wiesent, Baujahr 1986. Eines der letzten Fahrzeuge aus der Fertigung von Aufbauhersteller Gebrüder Bachert, Bad Friedrichshall. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal














