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Kormoran in misslicher Lage ersucht Hilfe bei Klinikum Links der Weser

Bremen. Bereits am vergangenen Sonntag wurde ein Kormoran bei der Notaufnahme des Klinikums Links der Weser vorstellig. Er klopfte mit seinem Schnabel an die Eingangstür, wohl wusste er dass er hier Hilfe bekommen werde. Ein 3-fach Angelhaken hatte sich an seinem Schnabel festgesetzt. Ein Kormoran jagt tauchend, dabei hat sich der Vogel vermutlich den Angelhaken eingefangen.

Kormoran vor Notaufnahme

Der Kormoran an der Zugangstür zur Notaufnahme. Bildausschnitt, Foto: Feuerwehr Bremen

Daraufhin alarmierte das diensthabende Personal die Feuerwehr. Ein Angelhaken im Vogelschnabel sei für das Tier extrem gefährlich – Infektionen, Schmerzen, sogar Verhungern wären möglich, teilte die Feuerwehr Bremen mit.

Kormoran in Behandlung

Der Kormoran lässt sich den Angelhaken geduldig entfernen. Foto: Feuerwehr Bremen

Und wenn sich ein verletzter Kormoran tatsächlich in die Nähe von Menschen begebe, handele es sich meist um ein Tier in extremer Not, das seine natürliche Scheu verloren hat. Ein Kormoran ist ein großer, schwarz glänzender Wasservogel mit langem Hals, keilförmigem Kopf und einem markanten scharfen Schnabel mit Hakenspitze.

Mutig: Feuerwehrmann nebst Kormoran

Mutig zeigen sich Einsatzkräfte und Kormoran. Foto: Feuerwehr Bremen

Der Kormoran ließ sich widerstandslos von der um 15:16 Uhr am Klinikum Links der Weser eingetroffenen Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges der Feuer- und Rettungswache 4 aufnehmen und sichern. Im weiteren Verlauf wurde in einem tollen Zusammenwirken zwischen Berufsfeuerwehr und medizinischem Personal der Notaufnahme der Angelhaken entfernt und die Wunde bestmöglich versorgt. Danach konnte der Kormoran in der Parkanlage des Klinikums wieder in die Freiheit entlassen werden.

Der Kormoran verlässt die Obhut der Feuerwehr.

Der Kormoran wird nach erfolgter Behandlung in die Freiheit entlassen. Foto: Feuerwehr Bremen

„Feuerwehr, Klinikpersonal und ein Vogel, der offenbar genau die richtigen Menschen gefunden hat. Ein kleines Stück gelebter Tierschutz mitten im Alltag“, teilte die Feuerwehr abschließend mit.