Ein starkes Signal für die Qualifizierung von Einsatzkräften: Mit einem neuen, zukunftsweisenden Forschungsprojekt setzt die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften auf eine enge Verzahnung von akademischer Bildung und praktischer Gefahrenabwehr.
Campus Wolfsburg, Fakultät Gesundheitswesen. Niedersachsen | Mit dem innovativen Projekt „HLF R/NK tW – Offene Hochschule für Leitstelle, Feuerwehr und Rettungsdienst“ erweitert die Fakultät Gesundheitswesen der Ostfalia ihr starkes Engagement im Bereich der berufsbegleitenden wissenschaftlichen Weiterbildung. Das primäre Ziel des Vorhabens liegt in der Entwicklung und partnerschaftlichen (Teil-)Erprobung eines flexibel belegbaren, modular aufgebauten und transdisziplinären Weiterbildungsprogramms.
Dieses richtet sich gezielt an erfahrene Einsatzkräfte aus Leitstellen, Feuerwehren sowie Rettungsdiensten und soll den oft herausfordernden Übergang vom Beruf an die Hochschule nachhaltig erleichtern. Damit adressiert das Projekt ein gesellschaftlich hoch relevantes und dynamisches Themenfeld der modernen Notfallversorgung und des Katastrophenschutzes.
Enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts ist die enge, transdisziplinäre Zusammenarbeit mit etablierten Praxispartnern aus der Region und dem medizinischen Sektor. Die renommierte Forschungsgruppe der Ostfalia – bestehend aus Prof. Dr. Ilka Benner, Prof. Dr. Melanie Lietz und Prof. Dr. Sandra Tschupke – kooperiert hierzu intensiv mit zentralen Akteuren des Rettungswesens.

Leiten das Projekt zur Entwicklung transdisziplinärer Weiterbildungsangebote für Notfallversorgung und Katastrophenschutz (von links): Prof. Dr. Ilka Benner, Prof. Dr. Sandra Tschupke und Prof. Dr. Melanie Lietz. Bild: Ostfalia Hochschule
Zu den beteiligten Partnern gehören unter anderem:
► Das Zentrum für notfall- und intensivmedizinische Bildung
► Die Interdisziplinäre Stabsstelle Notfall- und Katastrophenschutz der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)
► Der Geschäftsbereich Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Wolfsburg
Diese strategische Allianz garantiert eine maximale Praxisnähe der universitären Module und stellt sicher, dass die akademischen Lehrinhalte exakt auf die realen Anforderungen im Einsatzalltag abgestimmt sind.
Die sechs Kernmodule der Qualifizierung
Im Zuge des Forschungs- und Entwicklungsprojekts werden insgesamt sechs passgenaue, wissenschaftlich fundierte Module konzipiert:
- Gemeindenotfallsanitäter*in im Kontext von Low-Code-Einsätzen
- Kindernotfälle in der Notfallrettung
- Advanced Pre-Clinical Practice
- Operatives Einsatzmanagement im Kontext von Großschadenslagen
- Operatives Einsatzmanagement im Kontext von CBRN-Lagen
- Praxisanleitung Gefahrenabwehr/Feuerwehr
Projektlaufzeit und starke Förderung
Das zukunftsweisende Forschungs- und Entwicklungsprojekt hat eine Laufzeit vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2028. Umgesetzt werden kann dieses wichtige Vorhaben dank einer namhaften Förderung: Die Unterstützung erfolgt über das Programm „Öffnung von Hochschulen“ der NBank aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie des Landes Niedersachsen.
Damit leistet die Ostfalia Hochschule einen zentralen Beitrag zur Professionalisierung und zukunftssicheren Aufstellung der kritischen Infrastrukturen in der Region und darüber hinaus.













