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EU Waldbrandmodul bei Brand im Hürtgenwald, Kreis Düren im Einsatz

Am Donnerstagnachmittag bat der Kreis Düren um Unterstützung bei der Bekämpfung von ausgedehnten Waldbränden im Kreisgebiet.

Das für den Einsatz im europäischen Ausland konzipierte und durch mehrere Feuerwehren aus NRW getragene Waldbrandmodul wurde laut gestriger Erstmeldung der Pressestelle Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn zu einem Sammelpunkt in der Gemeinde Hürtgenwald beordert um von dort unmittelbar in den Einsatz zu starten.

Über die Warn-APP NINA erfolgte gegen 4 Uhr die Warnmeldung „Ausbreitung Waldbrand in die Ortslage Hürtgenwald-Gey“ unter Verweis aus extreme Gefahr.  Aufgrund einer Brandausbreitung des Waldbrandes in Hürtgenwald, welche sich auf den Ortsteil Gey zubewegt, wurde eine Evakuierung des Ortsteil Gey gestartet.

Symbolbild Waldbrandmodul

Symbolbild Waldbrandmodul. Das für Einsätze im europäischen Ausland konzipierte und von den Feuerwehren Düsseldorf, Bonn, Leverkusen, Ratingen und Königswinter getragene Waldbrandmodul wurde in das betroffene Gebiet entsendet. Bild: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn

Führungskräfte der Feuerwehr Bonn waren am gestrigen Nachmittag nach der Alarmierung bereits in die örtliche Einsatzleitung gefahren um den Einsatz vorzubereiten und wichtige Absprachen zu treffen. Bei diesem Einsatz besteht das Waldbrandmodul aus 12 Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften von den Feuerwehren Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen.

Die Einsatzkräfte sind speziell für den Einsatz zur Vegetationsbrandbekämpfung geschult und waren in diesem Jahr bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und in Spanien im Einsatz. Neben der Erfahrung aus Einsätzen, vor allem im Mittelmeerraum in den letzten Jahren, bringen die Einsatzkräfte Fähigkeiten zur Eindämmung der Brände mit Handwerkzeugen und geländegängige Tanklöschfahrzeuge mit.

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Bild: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn

Die Einsatzkräfte des EU Waldbrandmoduls wurden direkt nach ihrem Eintreffen laut Folgemeldung gegen 22 Uhr in der Gemeinde Hürtgenwald zur Bekämpfung des Waldbrandes eingesetzt. Bei stark böigem Wind, so teilt der Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn mit, galt es die Ausbreitung des Feuers auf weitere Bereiche des weitläufigen Waldgebietes zu verhindern.

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Bild: Feuerwehr Düsseldorf

Ebenfalls waren Kräfte aus Düsseldorf im Einsatz. Diese wurden nach Meldung der Feuerwehr Düsseldorf nach dem Arbeitsauftrag der Brandbekämpfung im Flankenbereich eingesetzt, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Aus Düsseldorf waren zwei Einsatzfahrzeuge und sieben ehrenamtliche Einsatzkräfte Teil der Einheit. Die Kräfte sind speziell für die Vegetationsbrandbekämpfung geschult und auf entsprechende Einsatzszenarien vorbereitet.

Gegen Mitternacht wurden die Einsatzkräfte durch weitere, vom Kreis Düren aus den umliegenden Bereichen angeforderte Einheiten abgelöst. Die Düsseldorfer Kräfte trafen am frühen Morgen wieder in Düsseldorf ein.

Aufgrund der weiterhin anhaltenden Brände forderte der Kreis Düren im Verlauf des heutigen frühen Morgens die Feuerwehrbereitschaft 4 an. Dabei handele es sich um ein Landeskonzept für die überörtliche Hilfe, das sich aus mehreren Einheiten der Feuerwehren Düsseldorf, des Kreises Mettmann und des Rhein-Kreises Neuss zusammensetzt. Die Kräfte der Feuerwehrbereitschaft 4 sammelten sich in Düsseldorf und befanden sich bei Meldungslegung 7.40 Uhr auf dem Weg in den Kreis Düren.

Feuerwehr Köln zur Unterstützung entsandt

Auch die Feuerwehr Köln wurde auf Anforderung der Bezirksregierung gestern Abend zur Unterstützung nach Hürtgenwald entsandt.

Dort kämpfen die Einsatzkräfte bereits seit Donnerstagnachmittag gegen die Flammen; nach Angaben des Kreises haben sich die Flammen in der Region auf eine Fläche von rund 300 Hektar ausgebreitet.

Die Feuerwehr Köln hat rund 70 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen an die Einsatzstelle entsandt. Dazu zählen ein Führungskomponente, ein LF KatSchutz, Waldbrandkomponenten, ein LF Logistik, eine Drohne sowie geländefähige Erkundungsfahrzeuge (Grenadiere), die hier erstmals im Einsatz sind.

Die Führungskomponente der Feuerwehr Köln unterstützt die örtliche Einsatzleitung bei der Lagebeurteilung. Die Einsatzkräfte sind bereits seit der Nacht im Abschnitt Gey im Einsatz und errichten dort Riegelstellungen, da sich das Feuer auf den Ort zubewegt. Die rund 1.800 Bewohnerinnen und Bewohner von Gey wurden zuvor vorsorglich evakuiert. Zur Unterstützung aus der Luft setzt die Bundeswehr inzwischen Löschhubschrauber ein.

Die Ablösung der eingesetzten Kräfte wird durch die Bezirksregierung Köln organisiert.

Dringender Appell: Auch in Köln herrscht extreme Brandgefahr

Der Einsatz in Hürtgenwald zeigt eindrücklich, wie schnell sich ein Vegetationsbrand außer Kontrolle entwickeln kann. Auch für Köln gilt aktuell höchste Vorsicht: Sowohl der Waldbrandgefahrenindex als auch der Graslandfeuerindex liegen bei Stufe 4 von 5.

Die Feuerwehr Köln weist deshalb nochmals ausdrücklich darauf hin: Die Wald- und Vegetationsbrandgefahr ist extrem hoch. Unterlassen Sie unbedingt das Entzünden oder Anfachen von offenem Feuer oder anderen Wärmequellen. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe, ein heiß gelaufenes Auto auf einer Wiesenfläche oder Grillen in Grün- und Waldanlagen können einen Großbrand und einen entsprechenden Großeinsatz der Feuerwehr auslösen.

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