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Konzeptstudie der Marke GORE-TEX® für ­Feuerwehrwehrschutzbekleidung von morgen

Mit einer Konzeptstudie zeigt die Marke GORE-TEX®, wie sich Einsatzkleidung für die Feuerwehr künftig neu denken lässt: Statt eines Anzugs für alle Szenarien setzt der Ansatz auf zwei aufeinander abgestimmte Bekleidungslagen, mit denen sich drei Einsatzarten abdecken lassen – von der technischen Hilfeleistung über Vegetationsbrände bis zum Innenangriff.

Feuerwehrleute tragen im Alltag meist dieselbe Schutzbekleidung, unabhängig davon, ob sie technische Hilfe leisten oder in den Innenangriff gehen.

Ausgelegt ist diese in der Regel auf das höchste Risiko: den Innenangriff mit Flash-over-Gefahr. Der Einsatzalltag sieht jedoch anders aus, denn ein Großteil der Einsätze entfällt auf technische Hilfeleistung und Rettungsdienst.

Hinzu kommt:

Die Anforderungen unterscheiden sich nicht nur, sie stehen teils im Widerspruch zueinander. Technische Hilfeleistung verlangt Beweglichkeit und hohe Sichtbarkeit, Vegetationsbrände er­fordern geringes Gewicht und Hitzetoleranz, der Innenangriff braucht maximale Isolation und Schutz vor extremer thermischer Belastung.

„Beweglichkeit, Wetterschutz und Hitzeschutz lassen sich nicht sinnvoll in einer einzigen Schutzbekleidung maximieren. Ein Anzug, der alle Einsatz­szenarien abdecken soll, bleibt damit immer ein Kompromiss“,
erklärt Christophe Didelot, Produktspezialist für persönliche Schutzausrüstung in den Bereichen Feuerwehr und Technische Hilfeleistung bei der Marke GORE-TEX®.

Zwei Bekleidungslagen, drei Einsatzszenarien

Genau hier setzt die Konzeptstudie an: Statt verschiedene Anforderungen in einer Einsatzkleidung zu vereinen, kombiniert sie zwei Bekleidungslagen auf Basis bestehender GORE-TEX® Produkttechnologien, die je nach Einsatz einzeln oder gemeinsam getragen werden können. Mit zwei Bekleidungslagen lassen sich damit drei Einsatzszenarien abdecken:

  • Die erste Bekleidungslage für technische Hilfeleistung und andere häufige Einsätze basiert auf der GORE-TEX® CROSSTECH® PYRAD® Stretch Produkttechnologie. Sie ist leicht und auf Beweglichkeit sowie Tragekomfort ausgelegt.
  • Die zweite Bekleidungslage mit der GORE-TEX® CROSSTECH® Produkttechnologie ist als eigenständige Lösung für Vegetationsbrände und Außenangriffe konzipiert. Sie erfüllt die Anforderungen nach EN 469 Stufe 1 sowie EN ISO 15384.
  • Beide Bekleidungslagen können kombiniert werden, sodass in der Überlagerung das Schutzniveau für den Innenangriff gemäß EN 469 Stufe 2 erreicht wird.

GORE-TEX CROSSTECH

GORE-TEXDie Schutzarchitektur für den Innenangriff bleibt damit erhalten.

Die erforderlichen Schutzfunktionen sind ­jedoch nicht mehr fest in einem einzelnen Anzug integriert, sondern auf zwei aufeinander abgestimmte ­Bekleidungslagen verteilt. Im Einsatz bedeutet das:

Für technische Hilfeleistung kommt die leichtere Bekleidungslage zum Einsatz, für Vegetationsbrände eine ­eigenständige zweite Lage. Beim Innenangriff werden beide kombiniert.

Vorteil der Systemlogik: Wenn Ausrüstung gezielt auf unterschiedliche Einsatzszenarien ausgelegt und kombinierbar ist, lassen sich Funktionen effizienter abbilden, ohne für jeden Einsatzzweck vollständig separate Lösungen vorhalten zu müssen. Entscheidend ist dabei nicht maximale Leistung in jeder Situation, sondern die jeweils passende Auslegung für den konkreten Einsatz. Gleichzeitig reduziert sich die Anzahl der benötigten Anzüge, was Beschaffung und Instandhaltung vereinfachen und somit Aufwand und Kosten ­reduzieren kann.

GORE TEX Firefighting Layering Concept 002s

Aus 2 mach 3 – Technologien der Marke GORE-TEX® im Einsatz: GORE-TEX® CROSSTECH® PYRAD® Stretch Produkttechnologie (links) und GORE-TEX® CROSSTECH® Produkttechnologie (Mitte) und beide Produkttechnologien kombiniert (rechts). Bild: GORE-TEX®

Bewährtes Prinzip aus anderen Einsatzbereichen

Die Marke GORE‑TEX® entwickelt seit vielen Jahren modulare Bekleidungssysteme und die zugrunde liegenden Produkttechnologien für unterschiedliche professionelle Anwendungen. Im Fokus steht dabei ein Lagenprinzip, bei dem Bekleidung nicht als feste Uniform verstanden wird, sondern als System aus aufeinander abgestimmten Schichten. Entwickelt und geprüft werden solche Lagensysteme bei Gore unter ­realitätsnahen Bedingungen. Zum Einsatz kommen Haltbarkeits- und Nasslabore, ein Regenturm sowie Klima- und Umweltkammern. Ergänzt werden diese Prüfungen durch Feldtests mit Endanwendern. Grundlage ist die Analyse, wie sich Wärme, Feuchtigkeit, körperliche Belastung und Schutz im Einsatz ­gegenseitig beeinflussen. Das Ergebnis ist ein Be­kleidungssystem, dessen Leistungsfähigkeit auf Systemebene entsteht – durch das abgestimmte Zusammenspiel der einzelnen Lagen und nicht durch isolierte Einzelkomponenten.

Mit der Konzeptstudie unterstreicht die Marke GORE-TEX® einmal mehr, wie viel Innovationspotenzial in passgenauen, kombinierbaren Lösungen steckt – für mehr Schutz, Beweglichkeit und Wirtschaftlichkeit im Feuerwehreinsatz.

Weitere Informationen zu den GORE-TEX® Produkttechnologien für Feuerwehreinsatzkräfte unter:

PSA für Feuerwehr & Rettungsdienst | Marke GORE-TEX®

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