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Blackout-Vorsorge: Feuerwehren im Landkreis Potsdam-Mittelmark geschult

Bad Belzig – Wie schnell ein großflächiger Stromausfall eintreten kann, haben die jüngsten Ereignisse in Berlin deutlich gemacht. Ob ausgelöst durch extremes Wetter, technische Defekte oder kriminelle Handlungen – ein langanhaltender Blackout hätte erhebliche Folgen für das öffentliche wie auch das private Leben.

Um in einer solchen Lage handlungsfähig zu bleiben, setzt der Landkreis Potsdam-Mittelmark auf sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme. Diese wurden im vergangenen Jahr eingerichtet und stehen inzwischen in jeder kreisangehörigen Stadt und Gemeinde zur Verfügung. Als zentrale Anlaufstellen bieten sie den Bürgerinnen und Bürgern im Krisenfall verlässliche Informationen, Erste-Hilfe-Leistungen, eine Trinkwassernotversorgung sowie die Möglichkeit, Speisen aufzuwärmen. Auch besonders hilfsbedürftige Menschen können hier Unterstützung erhalten.

Darüber hinaus dienen die Leuchttürme als Wärmeinseln und ermöglichen das Aufladen von Mobiltelefonen oder Tablets. Notrufe absetzen oder wichtige Daten elektronisch übermitteln – all das ist auch bei Stromausfall gewährleistet.

 

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Einweisung am Stromerzeuger beim Lehrgang zur Blackout vorbeugen. Bild: Landkreis Potsdam-Mittelmark, FD 92, Mielenz

Fachwissen als Schlüssel zur Einsatzfähigkeit

Voraussetzung für den reibungslosen Betrieb dieser Einrichtungen ist jedoch eine sichere Handhabung der technischen Ausstattung. Diese Expertise bringt das Technische Hilfswerk (THW) Bad Belzig mit. Auf Einladung des Landkreises waren dort kurz vor Weihnachten Feuerwehren aus der Region zu Gast, um den Umgang mit Stromerzeugern und einfach zu bedienenden Einspeisesystemen zu trainieren.

Ziel der Schulung war es, die Einsatzkräfte für den Ernstfall vorzubereiten und mit dem vorhandenen Material vertraut zu machen. Denn unterschiedliche Aggregate erfordern unterschiedliches Know-how: Während leistungsstarke Anlagen vor allem für Krankenhäuser und andere kritische Infrastrukturen vorgesehen sind, kommen kleinere Geräte direkt in den Katastrophenschutz-Leuchttürmen zum Einsatz.

Die Ausbildung stieß auf große Resonanz. Rund die Hälfte der Kommunen entsandte Kameradinnen und Kameraden ihrer Freiwilligen Feuerwehren. Es handelt sich um die erste Schulung dieser Art im Landkreis Potsdam-Mittelmark – vier weitere sollen im Laufe dieses Jahres folgen, um die Einsatzbereitschaft weiter zu stärken.

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Gemeinsamer Lehrgang von THW und Feuerwehr im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Bild: Landkreis Potsdam-Mittelmark, FD 92, Mielenz

Quelle: Pressemeldung Landkreis Potsdam-Mittelmark, 15. Januar 2026

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