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Großbrand Lagerhalle Regensburg – 130 Kräfte von Berufsfeuerwehr und 10 Freiwilligen Feuerwehren vor Ort

Regensburg, Bayern. Am Regensburger Auweg wurde in den frühen Morgenstunden des heutigen 7. Januar 2026 der Großrand einer Lagerhalle gemeldet. Personen kamen nach Kenntnisstand kurz vor Mittag nicht zu Schaden, eine Einsatzkraft der Feuerwehr wurde im Laufe des Einsatzes leicht verletzt, konnte nach ambulanter Versorgung jedoch den Dienst fortsetzen. Als problematisch sollten sich die tiefen Temperaturen und die Wasserversorgung erweisen.

Großbrand Lagerhalle Regensburg

Brand Lagerhalle am Auweg in Regensburg am 07.01.2026. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

Ein Passant meldet am frühen Morgen der Integrierten Leitstelle den Brand einer Lagerhalle im Auweg im Osten von Regensburg. Die Alarmierung ist um 4 Uhr 50 erfolgt. Als die Einsatzkräfte eintrafen stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Aufgrund der fortschreitenden Brandentwicklung und der starken Rauchentwicklung wurden insgesamt zwölf Personen aus angrenzenden Gebäuden vorsorglich evakuiert. An den umfangreichen Einsatzmaßnahmen welche zur Stunde noch anhalten sind Kräfte der Polizei sowie der Feuerwehr mit einem Großaufgebot beteiligt.

Christoph Tresch, Sprecher der Berufsfeuerwehr Regensburg vor Ort zum Einsatzverlauf: „Wir sind kurz vor fünf Uhr früh zum Brand alarmiert worden. Bei Eintreffen stand die 1200 m² große Halle auf einem Firmengelände bereits in Vollbrand und es kam zu mehreren Explosionen von Gasdruckbehältern. Wegen drohendem Übergreifen auf benachbarte Gebäude wurde daraufhin die Alarmstufe auf B 5 erhöht.“ 

Eingesetzt wurden zeitgleich drei Drehleitern, gegen 10 Uhr wurde eine vierte aufgebaut um von oben mit Hilfe der Höhenretter das Dach der Halle zu öffnen um Wasser in die Halle einzubringen. Ziel ist das Feuer im Inneren der Halle unter Kontrolle zu bringen. Große Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar, jede der Drehleitern benötigte allein etwa 1000 Liter/min. Bewerkstelligt wurde die Wasserversorgung über mehrere Wasserentnahmestellen und Verlängerungen, was einen großen Personaleinsatz verlangte. Problematisch sind auch die niedrigen Temperaturen, die das Wasser auf dem Boden sofort zum gefrieren bringen lassen.

Großbrand Lagerhalle Regensburg

Nachlöscharbeiten bei Brand Lagerhalle am Auweg in Regensburg am 07.01.2026. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

Einsatzverlauf

Bei Eintreffen der Feuerwehr wurde ein umfassender Löschangriff eingeleitet und die Alarmstufe auf das Stichwort „B 5“ erhöht. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung musste auf verschiedene, teils mehrere hundert Meter entfernte Löschwasserquellen zurückgegriffen werden. Der massive Personal- und Materialbedarf hierfür wurde durch die Nachalarmierung weiterer Freiwilliger Feuerwehren sichergestellt. Eine angrenzende Prostitutionsstätte musste vorsorglich geräumt werden.

Nach gesicherter Wasserversorgung wurde die Brandbekämpfung durch mehrere C- und B-Rohre sowie von bis zu vier Drehleitern gleichzeitig unterstützt. Hier kam auch die Drehleiter der FF Neutraubling aus dem Landkreis Regensburg zum Einsatz. Die FF Lappersdorf stellte ihre Drehleiter zunächst für die Wachbesetzung zur Verfügung, diese wurde im Laufe des Vormittags durch eine Drehleiter der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg abgelöst.

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Vollbrand einer Lagerhalle am Auweg Regensburg. Bild: privat

Wie die Berufsfeuerwehr gegen 12 Uhr weiter mitteilt, dauern die Löscharbeiten noch an. Die Löscharbeiten zeigen Erfolg, jedoch müssen die Flammen und Glutnester im teilweise eingestürzten Gebäude erst zugänglich gemacht werden. Hierzu ist auch die Höhenrettungsgruppe im Einsatz, auch das Technische Hilfswerk Regensburg bzw. Laaber unterstützt. Die ausgelöste Bevölkerungswarnung vor Rauchgasen konnte gegen 11:30 Uhr aufgehoben werden.

Derzeit sind rund 130 Feuerwehreinsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und zehn Freiwilligen Feuerwehren vor Ort. Abgesichert werden die Einsatzkräfte durch eine Abstellung des Rettungsdienstes. Eine Einsatzkraft der Feuerwehr wurde im Laufe des Einsatzes leicht verletzt, konnte nach ambulanter Versorgung jedoch den Dienst fortsetzen. Weitere Verletzte sind zur Stunde nicht zu beklagen. Die Polizei ist ebenfalls mit mehreren Streifen vor Ort und unterstützt u.a. bei der Straßensperrung des Auwegs.

Großer Dank der Feuerwehr gilt bereits jetzt den angrenzenden Firmen für die Bereitstellung von Toiletten- und Aufenthaltsräumen. Die Feuerwache wurde bzw. wird durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, durch dienstfreies und diensthabendes Personal der Berufsfeuerwehr sowie derzeit noch durch eine Drehleiterbesatzung der Feuerwehrschule Regensburg sichergestellt. Der Einsatz wird noch einige Stunden andauern.

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Feuerwehren aus dem Gebiet um Regensburg unterstützen beim Großbrand Auweg. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

Personen wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt. Der betroffene Bereich wird derzeit abgesperrt und der Verkehr umgeleitet. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Update 15.31 Uhr

In einer Nachmeldung informiert die Berufsfeuerwehr Regensburg dass der Brand unter Kontrolle sei. Um an alle sichtbaren Brandherde zu gelangen, mussten demnach aufwändige Maßnahmen durchgeführt werden. Hierbei unterstützte das Technische Hilfswerk mit dem Einriss einer nicht mehr tragenden Mauer. Zusammen mit dem Öffnen eingestürzter und verbliebener Teile des Dachs konnte man so den gewünschten Löscherfolg erreichen.

Zur Stunde sind nur noch wenige Einsatzkräfte vor Ort. Die Nachlöscharbeiten werden in Kürze abgeschlossen sein, sodass am späten Nachmittag mit einem vorläufigen Einsatzende gerechnet wird. Die Einsatzstelle wird später am Tag nochmals durch die Feuerwehr kontrolliert.

Die Ermittlungen zu Brandursache und Schadenshöhe werden durch die Polizei übernommen. Neben der bereits gemeldeten leicht verletzten Feuerwehreinsatzkraft ist es zu keinen weiteren Personenschäden gekommen.

 

Quellen: BF Regensburg, PI Regensburg, Bilder: Feuerwehr Fachjournal, Vera Stegmeier; Nachtaufnahme: privat

 

 

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