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Jahresbilanz 2025 der DRF Luftrettung

Die Luftrettung bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der Notfallversorgung in Deutschland. Das unterstreichen die Einsatzzahlen der DRF Luftrettung für das Jahr 2025 eindrucksvoll. Mit insgesamt 36.407 Einsätzen verzeichnete die gemeinnützige Organisation einen leichten Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich nahm dabei die Zahl der Einsätze in der Dunkelheit zu.

Mehr Einsätze bei Nacht und in anspruchsvollen Situationen

Vor allem bei zeitkritischen medizinischen Notfällen ist die schnelle Hilfe aus der Luft häufig entscheidend. Wie in den Vorjahren zählten Herz-Kreislauf-Erkrankungen – darunter Herzinfarkte und Schlaganfälle – zu den häufigsten Alarmierungsgründen. Auch bei schweren Unfällen und Stürzen kamen die rot-weißen Luftretter regelmäßig zum Einsatz. Ein deutliches Plus zeigte sich beim Einsatz der Rettungswinde: 226 Missionen wurden 2025 geflogen, ein Anstieg von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dadurch konnten auch Patienten in schwer zugänglichem Gelände schnell notärztlich versorgt und gerettet werden.

DRF Luftrettung Einsatzzahlen 2025

DRF Luftrettung Einsatzzahlen 2025

Internationale Patientenrückholungen auf Wachstumskurs

Neben der Hubschrauberrettung verzeichnete auch der Bereich der weltweiten Patientenrückholungen einen deutlichen Zuwachs. Die DRF Assistance führte mit ihren drei Ambulanzflugzeugen 479 medizinisch begleitete Rückholungen durch – 24 Prozent mehr als 2024. Dabei wurden rund 1,6 Millionen Kilometer in 45 Ländern zurückgelegt, was rechnerisch etwa 40 Erdumrundungen entspricht.

Führend bei der Luftrettung rund um die Uhr

An 13 Stationen war die DRF Luftrettung 2025 rund um die Uhr einsatzbereit, an zwei weiteren mit erweiterten Randzeiten. Rund ein Viertel aller Einsätze dieser Standorte erfolgte bei Dunkelheit. Das verdeutlicht den steigenden Bedarf an luftgestützter Notfallhilfe außerhalb der Tageslichtzeiten – insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten.

CEO Dr. Krystian Pracz fordert daher eine konsequente Ausweitung der Nacht- und 24-Stunden-Luftrettung:
„Eine flächendeckende Notfallversorgung darf nicht von der Uhrzeit abhängen. Technisch sind wir bereits heute an allen Standorten in der Lage, auch nach Sonnenuntergang zu fliegen.“

Moderne Diagnostik direkt am Einsatzort

Ein zentraler Baustein für die hohe Versorgungsqualität ist der konsequente Einsatz moderner Point-of-Care-Diagnostik. Mobile Ultraschallgeräte ermöglichen es den Crews, innere Blutungen oder schwere Verletzungen bereits am Einsatzort zu erkennen. Ergänzt wird dies durch mobile Blutgasanalysegeräte, die seit 2023 flächendeckend im Einsatz sind. Darüber hinaus beteiligt sich die DRF Luftrettung an der Erprobung eines innovativen Protein-Bluttests, mit dem Hirnblutungen künftig direkt vor Ort diagnostiziert werden könnten. Ziel ist es, Therapien schneller einzuleiten und die jeweils bestgeeignete Zielklinik anzufliegen.

Vertrauen der Auftraggeber bestätigt

Mehrere erfolgreiche Ausschreibungsverfahren im Jahr 2025 unterstreichen die hohe Qualität und Verlässlichkeit der DRF Luftrettung. So nahm der Intensivtransporthubschrauber Christoph Dortmund den 24-Stunden-Betrieb auf, in Weiden wurde die Zusammenarbeit verlängert und für Christoph Regensburg beginnt ab September 2026 ein neuer Vertragszeitraum. Zudem wurde der DRF Luftrettung der Betrieb neuer bzw. bestehender Standorte in Lahr, Mannheim und Berlin-Steglitz anvertraut. Seit Anfang 2026 betreibt die Organisation alle drei Luftrettungsstationen in der Bundeshauptstadt.

Forderung nach Reform der Notfallversorgung

Mit Blick auf die laufenden Diskussionen zur Notfall- und Rettungsdienstreform appelliert die DRF Luftrettung an die Politik, die vorhandenen Strukturen konsequent weiterzuentwickeln. Neben einer stärkeren Digitalisierung und Vernetzung der Rettungskette fordert die Organisation auch gesetzliche Rahmenbedingungen, um Luftrettungseinsätze bei ungünstigen Wetterlagen zu ermöglichen.

Modernste Hubschrauberflotte Europas

Eine optimale Patientenversorgung erfordert modernste Technik. Die DRF Luftrettung betreibt mit den Hubschraubertypen H135 und H145 die modernste Flotte aller Luftrettungsorganisationen Europas. Die Maschinen sind sowohl für Notfalleinsätze als auch für komplexe Intensivtransporte ausgelegt und bieten durch hohe Nutzlast, moderne Avionik und umfassende medizinische Ausstattung maximale Flexibilität.

Ein weiterer Meilenstein wurde im Juli 2025 erreicht: Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags für zehn H140-Hubschrauber setzt die DRF Luftrettung ihre Rolle als Vorreiter bei der Einführung neuer, innovativer Luftrettungstechnologie fort.

 

Quelle und Bilder: DRF Luftrettung 

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