Katastrophenschutz-Führungsstab Landkreis Merzig-Wadern probt für den Ernstfall
Merzig-Wadern – Saarland. Die Ereignisse der vergangenen Jahre – von der verheerenden Flut im Ahrtal über das Pfingsthochwasser im Saarland bis hin zum jüngsten großflächigen Stromausfall in Berlin – haben deutlich gemacht, wie rasch sich komplexe Krisensituationen entwickeln können. Vor diesem Hintergrund führte der Katastrophenschutz-Führungsstab des Landkreises Merzig-Wadern am 31. Januar erneut eine umfangreiche Stabsrahmenübung durch.

Blick in den Stabsraum während der Übung. Bild: Landkreis Merzig-Wadern / Stabsstelle Koordination, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Mittelpunkt der Übung stand das Training und die weitere Festigung von Führungs- und Entscheidungsprozessen, insbesondere im Umgang mit besonders anspruchsvollen Schadenslagen, bei denen mehrere Ereignisse gleichzeitig auftreten. Das Übungsszenario stelle laut Meldung des Katastrophenschutz-Führungsstab Landkreis Merzig-Wadern hohe Anforderungen an alle Beteiligten: Ein schweres Zugunglück, ein großflächiger Stromausfall und die Freisetzung von Gefahrstoffen ereigneten sich parallel und beeinflussten sich gegenseitig.
Schwerpunkte
Solche Mehrfachlagen erforderten eine fortlaufende Lageanalyse, klare Prioritätensetzungen sowie eine enge Abstimmung zwischen dem Führungsstab und den Einsatzkräften vor Ort. Entsprechend lag der Schwerpunkt der Übung auf der Koordination der Einsatzmaßnahmen, der gezielten Steuerung von Ressourcen, der Informationsbeschaffung sowie der Krisenkommunikation.
Der Katastrophenschutz-Führungsstab kommt bei besonders schweren, unübersichtlichen Großschadensereignissen oder Katastrophen zum Einsatz. Seine Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen zu koordinieren, Informationen zu sammeln und zu bewerten, Einsatzschwerpunkte festzulegen und Aufgaben zu verteilen. Zudem sorgt er dafür, dass Personal, Material und Unterstützung dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötigt werden, unterstützt die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung und stellt eine verlässliche interne wie externe Kommunikation sicher.
An der Übung beteiligten sich die Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Malteser Hilfsdienst (MHD), die DRK-Wasserwacht, das Technische Hilfswerk (THW), die Polizei, die Bundeswehr, die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) sowie die Kreisverwaltung des Landkreises Merzig-Wadern.
Kreisbrandinspekteur und Führungsstabsleiter Thomas Jager sowie Übungsleiter Christian Thul unterstrichen die große Bedeutung solcher Übungen für eine wirksame Vorsorge. Sie böten die Möglichkeit, Abläufe zu überprüfen, Schnittstellen zu optimieren und wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes im Landkreis Merzig-Wadern zu gewinnen – mit dem klaren Ziel, im Ernstfall schnell, abgestimmt und effektiv handeln zu können.














