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Das All Terrain Special Car (ATSC) ist ein besonders kompaktes und geländegängiges Rettungsfahrzeug, das von der Firma Edelstahlverarbeitung Bogner in Bogen entwickelt wurde.

Es ist das einzige Fahrzeug seiner Baugröße mit offizieller Zulassung als Rettungsfahrzeug, wodurch der Transport von Patienten sowohl im Gelände als auch auf öffentlichen Straßen legal möglich ist.

All Terrain Special Car (ATSC)

All Terrain Special Car (ATSC) Rettungsfahrzeug

Bogen, BY. VS | Die Idee entstand bei Firmenchef Josef Bogner, der selbst Feuerwehrmitglied ist und bei Einsätzen in bergigem Gelände den Bedarf nach einem kleinen, wendigen Rettungsfahrzeug erkannte. Zielgruppen sind unter anderem Feuerwehren, Berg- und Wasserrettung, das THW sowie Werkfeuerwehren oder Organisationen im Katastrophenschutz. Wir haben uns das Fahrzeug im niederbayerischen Bogen bei Hersteller Metallverarbeitung Bogner genau angesehen.

Das ATSC ist kein Umbau, sondern wurde vollständig neu entwickelt. Es besitzt einen permanenten Allradantrieb mit Differenzialsperre, ein Automatikgetriebe mit Gelände- und Straßenübersetzung sowie einen Dieselmotor mit 880 cm³ und 20 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 40 km/h ermöglicht. Der Aufbau besteht aus pulverbeschichtetem Edelstahl und Aluminium-Wabenplatten, wodurch das Fahrzeug besonders stabil ist.

Zur Sicherheit trägt unter anderem ein Gyroskop-System zur Überwachung des Kippwinkels bei. Zusätzlich wurden zahlreiche Prüfungen und Crashtests bestanden, darunter Tests nach der Norm DIN 8082 ROPS zum Umsturzschutz.

All Terrain Special Car (ATSC)

Alle Details zum All Terrain Special Car (ATSC) Rettungsfahrzeug und seine umfangreiche Ausrüstung in Ausgabe I / 2026 Feuerwehr Fachjournal. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

Offiziell fahren: Offroad wie auf öffentlichen Verkehrswegen

Die Straßenzulassung als Sonder-Kfz Krankenkraftwagen erfolgte nach umfangreichen Prüfungen durch die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung in Zusammenarbeit mit dem Kraftfahrt-Bundesamt. Damit erfüllt das Fahrzeug auch Anforderungen wie die Rettungsdienstnorm DIN 1789.

Im Innenraum kann eine Krankentrage, Gebirgstrage oder Akja-Transportschlitten befestigt werden. Eine Begleitperson sitzt neben dem Patienten, während Schienensysteme die Befestigung medizinischer Geräte ermöglichen.

All Terrain Special Car ATSC 003s

Mit Zulassung als Rettungsfahrzeug und genehmigtes Spezialfahrzeug ist das ATSC der einige offiziell verwendbare Rettungswagen in der ATV-Klasse – offroad und auf der Straße. Bild: Metallverarbeitung Bogner, Bogen

Bislang unbesetzte Nische geschlossen

Entwickler Josef Bogner ist als Mitglied der Feuerwehr bei oft bergigen Einsätzen beteiligt, dabei kam ihm die Idee für den Bedarf eines wendigen Kleinfahrzeuges von hoher Qualität.Das ATSC schließt eine bisher unbesetzte Nische im Rettungswesen, da viele Geländefahrzeuge zwar Patienten transportieren können, dies aber  rechtlich mit diesen Fahrzeugen nicht auf öffentlichen Straßen erlaubt ist. Mit dem ATSC ist ein Wechsel zwischen Offroad-Einsatz und Straßenfahrt ohne rechtliche Probleme möglich.

Das ATSC ist unser Beitrag, die Rettung ein Stück besser und sicherer zu machen. Ein in Kleinserie gebautes Fahrzeug, welches die Vorteile vieler Komponenten vereint und ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet.

Josef Bogner

Optional sind zusätzliche Ausstattungen wie Klimaanlage, elektrische Seilwinde oder ein Kettenlaufwerk erhältlich. Außerdem wird bereits an einer elektrischen Version des Fahrzeugs gearbeitet.

In aktueller Ausgabe I / 2026 auf vier Seiten alle Informationen und Details zum wohl kleinsten Rettungswagen der den sicheren Personen-Transport sowohl im Gelände als auch auf der Straße ermöglicht – inklusive Betreuungsperson.

In der nächsten Ausgabe, die bereits Ende dieser Woche erscheint, stellen wir den Amphicruiser Fire & Rescue und seine Markteinführung in Europa vor. Ihr dürft gespannt sein!

Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

 

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