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Rund 16.000 Frauen und Mädchen im THW setzen sich ehrenamtlich für das Wohl der Bevölkerung ein.

Das sind 18 Prozent aller ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte, und ihr Anteil steigt stetig.

Bonn, 05.03.2026. Seit den 1960er Jahren engagieren sich Frauen ehrenamtlich im Technischen Hilfswerk (THW) – zunächst nur wenige, aber kontinuierlich immer mehr. Heute setzen sich bundesweit rund 16.000 Frauen und Mädchen als freiwillige Helferinnen bei der Zivilschutzorganisation für die Gesellschaft ein. Das sind 18 Prozent aller ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte.

„Frauen sind ein wichtiger, unverzichtbarer Bestandteil in der THW-Familie. Um ihren Anliegen mehr Gehör zu verschaffen, haben wir Helferinnenbeauftragte in unseren Landesverbänden etabliert und bereiten die Wahl einer Bundesbeauftragten für die Anliegen von Helferinnen vor“, erläutert THW-Präsidentin Sabine Lackner mit Blick auf den diesjährigen Weltfrauentag.

THW-Helferinnentag

Knapp 16.000 Frauen und Mädchen setzen sich beim THW ehrenamtlich für die Gesellschaft ein. Bild: THW / Daniela Niehoff

Landeshelferinnenbeauftragte nebst Stellvertreterinnen in allen THW-Landesverbänden

Damit die Anliegen und Interessen von ehrenamtlichen Frauen in den THW-Gremien eine stärkere Stimme erhalten, wurden im THW in allen Landesverbänden Landeshelferinnenbeauftragte mit Stellvertreterinnen gewählt. Im Januar 2026 erhielt ein Frauenteam aus diesem Kreis den Auftrag, die Wahl einer THW-Bundeshelferinnenbeauftragten im Jahr 2027 vorzubereiten. „Damit bekräftigen wir, dass Frauen ein elementarer Bestandteil in unserer Gesellschaft und im THW sind und verschaffen ihren Anliegen mehr Gehör“, so Sabine Lackner. Aufgabe dieser neuen Funktion wird es sein, die Interessen aller ehrenamtlichen Frauen im THW zu vertreten, Themen aus den THW-Ortsverbänden in bundesweite Gremien einzubringen und an zentralen Entscheidungsprozessen etwa hinsichtlich Ausbildung, Einsatz und Strukturen mitzuwirken.

„Wir wollen strukturelle Hürden weiter abbauen, damit Chancengleichheit und die Kultur der Wertschätzung aller Menschen im THW weiter zementiert werden“, erläutert Präsidentin Lackner.

Erfreuliche Entwicklung im THW-Ehrenamt

Das THW blickt auf eine mehr als 75 Jahre lange Geschichte zurück. Dabei ist es Frauen erst seit 1959 gestattet, sich ehrenamtlich bei der technischen Hilfe zu engagieren, zuvor war ihr Einsatz auf Küche und Verwaltung beschränkt. Heute sind Frauen nicht mehr aus dem THW wegzudenken: ob als Ortsbeauftragte, Bergungshelferin oder Truppführerin. Ein konstanter Wandel zugunsten von Frauen ist auf allen Ebenen des THW spürbar. Um diesen Prozess weiter zu fördern, gibt es neben einem regelmäßig herausgegebenen Gleichstellungsplan für hauptamtlich Beschäftigte auch eine Reihe von Austauschformaten wie etwa Frauennetzwerktreffen oder Helferinnentage für weibliche Ehrenamtliche im THW.

THW Helferinnentag

Beim Helferinnentag tauschen sich Helferinnen aus allen acht Landesverbänden aus und vernetzen sich. Bild: THW / Ralf KosseTHW

Mehr Frauen im THW-Hauptamt

Auch im THW-Hauptamt wächst die Anzahl an Frauen in Führungsverantwortung. Anfang Februar trat Dr. Monika Lüke ihr Amt als THW-Landesbeauftragte für Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt an, der höchsten hauptamtlichen Funktion an der Spitze der THW-Landesverbände. Insgesamt stieg der Anteil aller weiblichen Beschäftigten im THW-Hauptamt auf 44 Prozent der rund 2.300 Mitarbeitenden.

„Dies bringt uns einer Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in unserer Organisation näher, wenngleich es noch viel Luft nach oben gibt“, resümiert Denise Stritter, die THW-Gleichstellungsbeauftragte.

Meldung des THW von Donnerstag, 5. März 2026