Hannover. Auf dem INTERSCHUTZ Forum in Halle 17, die Bevölkerungsschutzhalle, sind alle Slots ausgebucht, die individuellen Beiträge aller Referentinnen und Referenten haben thematisch einen so klaren Praxisbezug wie nie zuvor.
Ein besonderes Highlight: Jeden Tag präsentiert Oberst im Generalstabsdienst Armin Schaus, Abteilungsleiter J9 – ZMZ (Zivil-Militärische Zusammenarbeit), Bundeswehr, den OPLAN Deutschland.
Mitteilung der Messe Hannover von Donnerstag, 9. April 2026
Während der sechs Messetage (1.-6. Juni 2026) sprechen rund 100 Expertinnen und Experten zu unterschiedlichen Themen aus der Branche für die Branche. Mit dabei sind Anbieter, Anwender, Wissenschaft und Politik, sowie INTERSCHUTZ-Partner, die die aktuellen Themen der Branche präsentieren und mit dem Publikum über die Herausforderungen, Chancen, Lösungen und technologische Innovationen von heute und morgen diskutieren. Alle Beiträge sind entlang der INTERSCHUTZ-Fokusthemen ausgerichtet: Auswirkungen des Klimawandels, Zeitenwende im Bevölkerungsschutz, Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz in Leitstellen, Lagezentren und am Einsatzort.
Die Slots sind unterschiedlich lang: Es gibt sowohl kurze, 15-minütige Beiträge als auch einstündige Vorträge. Sie laufen von Montag bis Freitag jeweils von 09.30-17.30 Uhr, am Samstag endet der letzte Vortrag um 14.00 Uhr.
Das gesamte Forumsprogramm steht auf der INTERSCHUTZ-Website online zur Verfügung und kann auch in der INTERSCHUTZ-App (ab dem 15.04.2026 verfügbar) abgerufen werden. Alle Beiträge werden simultan (Deutsch/Englisch) gedolmetscht.
Highlights aus dem Forumsprogramm
Am Montagvormittag spricht das Deutsche Rote Kreuz zu „Innovativer Stromversorgung im Einsatz – Kosten senken und Redundanzen schaffen“, am Nachmittag präsentiert Eurocommand „Die nächste Ära der Einsatzführung: Digitale Trends und Forschung zur Lageführung“.
Am Dienstag stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Vormittag die Frage zur „CBRN-Bedrohung – ist das nicht ein Thema des Kalten Krieges?“. Am Nachmittag schließt sich das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Beitrag zu „Edge-AI, Sprachmodelle, Feldtests – Der KI-Weg des THW im Bevölkerungsschutz“ an.
Mittwochvormittag erläutert Esri Deutschland die „Strategische Resilienzplanung: Wie Geodaten Organisationen in disruptiven Zeiten stärken“. Am Nachmittag schließt sich auf dem INTERSCHUTZ-Forum der Partnerlandtag Italien mit unterschiedlichen Beiträgen aus dem italienischen Zivilschutz an. Mit dabei ist beispielsweise der Malteserorden oder auch der Präsident des Italienischen Roten Kreuzes.
Donnerstag beginnt der Tag mit einem hochkarätig besetzen Panel zum Thema „Landschaftsbrände als Querschnittsaufgabe für Kommunen, Feuerwehr sowie Forst- und Landwirtschaft“. Mit dabei sind Johann Goldammer, Leiter des Global Fire Monitoring Center (GFMC), Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Albrecht Broemme Ehrenpräsident des THW, und Bernhard Breitsameter, Präsidiumsmitglied des Deutschen Forstwirtschaftsrats und Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands. Der Nachmittag wird u.a. von der International Fire Academy gestaltet. Es geht um „Tiefgaragen-Einsätze. Taktiken und Techniken für Feuerwehren“.
Freitagvormittag präsentiert die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin den „Startschuss für das MANV-Register. Aus Einsätzen lernen. Zukunft sichern.“ Nachmittags schließt sich der Bundesverband der DLRG an und stellt rund um das Hochwasserausbildungszentrum die „Notwendigkeit und Machbarkeitsstudie“ vor.
Am Samstag präsentiert das BBK ein „Bildungsangebot für die Steigerung der Resilienz von Kindern“, und das DRK fokussiert sich auf den Klimawandel mit einem Vortrag zu „Hochwasser im Blick – Lehren aus den letzten Jahren“.
OPLAN
Der Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) als geheimes, über 1.000 Seiten starkes Dokument der Bundeswehr, regelt die Landes- und Bündnisverteidigung im Krisen- oder Verteidigungsfall als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage. Mit dem Plan werden militärische Abläufe mit ziviler Unterstützung wie Logistik oder Infrastruktur verzahnt und soll Deutschlands Rolle als logistische Drehscheibe für NATO-Truppen festigen.
Der OPLAN DEU wurde Anfang 2024 in einer ersten Fassung erstellt und wird nach Angaben der Bundeswehr laufend aktualisiert. Der OPLAN DEU ist nicht öffentlich, habe aber Auswirkungen auf die zivile Katastrophenschutzplanung in Kommunen und Ländern.
Kernpunkte des OPLAN DEU laut OPLAN.de :
Gesamtverteidigung: Der Plan integriert zivile Akteure (Behörden, Blaulichtorganisationen) in die militärische Planung.
Drehscheibe Deutschland: Sicherstellung des Auf- und Durchmarschs alliierter Streitkräfte (bis zu 800.000 Soldaten) an die NATO-Ostflanke.
Schutz kritischer Infrastruktur: Im Verteidigungsfall werden Infrastrukturen gesichert, wobei zivile Träger eine wesentliche Rolle spielen.
Zivil-militärische Zusammenarbeit: Nutzung ziviler Ressourcen (z. B. Transport, Versorgung) für die Truppe, koordiniert durch das Operative Führungskommando der Bundeswehr (OpFüKdoBw).
Hybride Bedrohungen: Der Plan umfasst Maßnahmen gegen Desinformation, Cyberattacken und Sabotage.
















