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Mit der Eröffnung des Innovation Hub Rettungsrobotik am DRZ startet ein deutschlandweit einzigartiges zivil-militärisches Innovations- und Erprobungsumfeld für die Rettung von Menschen aus Hochrisikoumgebungen.

Dortmund, DRZ. Gemeinsam mit hochrangigen VertreterInnen aus Politik, Zivil- und Bevölkerungsschutz, Bundeswehr, Feuerwehr, Rettungswesen und Forschung wird die gemeinsame Arbeit des Hubs vorgestellt.

DRZ Innovation Hub

Der Innovation Hub Rettungsrobotik wurde heute von Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt(vierter von links), Oberbürgermeister von Dortmund Alexander Kalouti (fünfter von links) und dem orstandsvorsitzenden des DRZ Dirk Aschenbrenner (vierter von rechts) feierlich eröffnet. Bild: DRZ

Die Rettung von Menschen aus Hochrisikoumgebungen, etwa bei CBRN-Lagen, nach Explosionen oder Erdbeben sowie in militärischen Bedrohungslagen, gehört zu den anspruchsvollsten und zeitkritischsten Aufgaben für zivile und militärische Einsatzkräfte. Technische Unterstützungssysteme, die die gesamte Rettungskette unter diesen Bedingungen durchgängig abbilden, fehlen bislang. Der Innovation Hub Rettungsrobotik setzt nicht auf einzelne Technologien, sondern auf ein Innovationsökosystem für die gesamte Rettungskette – von Suche und Vitalzeichendetektion über Triage bis hin zu Bergung und Transport.

„Die Sicherheitslage hat sich verändert – darauf muss auch die Forschung reagieren. Wir müssen technologische Kompetenzen besser bündeln und zivil-militärische Zusammenarbeit in Forschung und Transfer stärken. Der Innovation Hub für Sicherheit und Verteidigung „Rettungsrobotik“ zeigt, wie das konkret gelingt: Forschung, Wirtschaft sowie zivile und militärische Anwender entwickeln und erproben gemeinsam Robotik, Sensorik und Künstliche Intelligenz für besonders gefährliche Einsatzlagen. Damit werden zivile und militärische Kompetenzen und Bedarfe gezielt zusammengebracht und Synergien für beide Seiten genutzt. Entscheidend ist dabei auch, dass aus exzellenter Forschung schnell einsatzfähige Lösungen werden. Damit schützen wir Einsatzkräfte, stärken unsere technologische Handlungsfähigkeit und leisten einen konkreten Beitrag zur Sicherheit und Resilienz Deutschlands“,
erklärt Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

DRZ Innovation Hub 1

Am Ende der Demonstration konnten Feuerwehrleute die verschüttete Person bergen. Bild: DRZ

DRZ Innovation Hub 3

Die Brandfläche des DRZ Außengeländes simuliert einen Großbrand, zu dem der Löschroboter in den Einsatz kommt. Bild: DRZ

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Zum Einsatz kam ebenfalls der Schreitbagger des THW, der die Trümmer räumte. Im Schreitbagger: Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Bild: DRZ

Rettungskette bei der Eröffnung praktisch demonstriert

Wie robotische Systeme in gefährlichen Einsatzlagen unterstützen können, wird bei der Eröffnung auf dem Außengelände des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums sichtbar. In einem realitätsnahen Szenario rund um ein eingestürztes Gebäude werden unterschiedliche Schritte einer technologisch unterstützten Rettung demonstriert. Das Szenario verdeutlicht zugleich eine zentrale Herausforderung: Für die Rettung von Menschen unter extremen Bedingungen reicht ein einzelnes leistungsfähiges System nicht aus. Genau dafür braucht es den Innovation Hub.

Zivile und militärische Perspektiven zusammenbringen

Das Kick-Off-Event stellt darüber hinaus die konkreten Bedarfe und bestehenden Fähigkeitslücken in den Mittelpunkt. Es startet mit der Begrüßung durch das Deutsche Rettungsrobotik-Zentrum, dem parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Matthias Hauer und Oberbürgermeister Alexander Kalouti. Im Anschluss beleuchten die Präsidentin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Grit Tüngler, der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, General a.D. Martin Schelleis sowie der Klinikdirektor des BundeswehrZentralkrankenhauses Koblenz, Dr. Willi Schmidbauer, die Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Fokus steht die Frage, wo technologische Unterstützung heute fehlt, welchen Beitrag Rettungsrobotik leisten kann und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit neue Lösungen tatsächlich in der Praxis eingesetzt werden können.

Kompetenzen entlang der gesamten Rettungskette

Der Innovation Hub Rettungsrobotik entsteht im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland und der Initiative „Innovation Hubs für Sicherheit und Verteidigung“ des BMFTR. Im Hub arbeiten das Deutsche Rettungsrobotik-Zentrum e.V., das Bayerische Rote Kreuz – Landesgeschäftsstelle München, die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), die Feuerwehr Dortmund mit dem Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie, das Universitätsklinikum Aachen – Klinik für Anästhesiologie, das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz sowie das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr zusammen. Das BMFTR fördert den Innovation Hub Rettungsrobotik im Zeitraum von Juni 2026 bis Dezember 2029 mit insgesamt 11,3 Mio. Euro.

Die unterschiedlichen Kompetenzen der Partner bilden die Grundlage für ein offenes Innovationsökosystem, das künftig auch weitere Akteure aus Forschung, Industrie und Start-ups einbindet. Ziel ist es, Risiken für Einsatzkräfte zu reduzieren, Lagebilder und Entscheidungsgrundlagen zu verbessern, Rettungszeiten zu verkürzen und die Reaktionsfähigkeit der zivil-militärischen Gefahrenabwehr zu stärken.

Bericht: Sarah Herger, Deutsches Rettungsrobotik-Zentrum e.V.

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