Einsatzfahrzeug rutscht Böschung hinab: Drehleiter verunglückt in Herkenrath
Bergisch Gladbach, NRW. Schrecksekunde für die Feuerwehr Bergisch Gladbach: Auf einer Einsatzfahrt im Stadtteil Herkenrath ist am Donnerstagmittag eine hochmoderne Drehleiter verunglückt. Das rund 16 Tonnen schwere Spezialfahrzeug kam von der Straße ab und rutschte eine Böschung hinunter. Glück im Unglück: Die beiden Insassen blieben unverletzt, und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr im Stadtgebiet war vollumfänglich sichergestellt.

Die verunglückte Drehleiter an der Unfallstelle im Stadtteil Herkenrath. Bild: Feuerwehr Bergisch-Gladbach
Kontrollverlust auf dem Weg zum Einsatz
Der Unfall ereignete sich kurz nach 12:00 Uhr auf der Straße Braunsberg, wenige Meter hinter dem Ortsausgang von Herkenrath. Die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 2 befand sich auf der Anfahrt zu einem Unterstützungseinsatz für den Rettungsdienst in der Nachbargemeinde Kürten.
Nach ersten Erkenntnissen und Aussagen des Fahrers verlor dieser aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Großfahrzeug. Die Drehleiter geriet in das seitliche Bankett und rutschte die angrenzende Böschung hinab. Dass die Einsatzkräfte – der Maschinist sowie der Fahrzeugführer – ohne Schrammen blieben, ist der Tatsache zu verdanken, dass das schwere Fahrzeug aufrecht stehen blieb und nicht umkippte. Am Unfallort entstanden Flurschäden sowie Beschädigungen an der Umzäunung einer angrenzenden Weide.
Erst im Juni in Dienst gestellt: Eine Million Euro Sachwert
Bei dem verunglückten Fahrzeug handelt es sich um eine neuwertige Drehleiter, die erst im Juni 2026 für rund eine Million Euro in Dienst gestellt worden war. Durch das Rutschen in die Böschung ist das Fahrzeug derzeit nicht mehr fahrbereit. Die Höhe des entstandenen Sachschadens sowie das Ausmaß möglicher technischer Defekte lassen sich nach Meldung der Feuerwehr gegenwärtig noch nicht beziffern.
Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen. Zur Rekonstruktion des Geschehens wurden die Daten aus dem Unfalldatenspeicher des Fahrzeugs gesichert.
Schnelles Nachrücken und Ersatzkonzept
Trotz des Vorfalls gab es für den ursprünglichen Notfall in Kürten keine kritischen Verzögerungen: Die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 1 übernahm den Einsatz umgehend, sodass die medizinische Unterstützung nahtlos gewährleistet war.
Auch im eigenen Wachgebiet reagierte die Feuerwehr umgehend, um das Schutzniveau aufrechtzuerhalten. Um den Ausfall der beschädigten Drehleiter auszugleichen, sei umgehend die Reservedrehleiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach aktiviert worden.
Wachbesetzung durch Ehrenamt: Der ehrenamtliche Löschzug 9 rückte bereits zur Mittagszeit aus, um die Feuer- und Rettungswache 2 zu besetzen.
Aufwendige Bergung durch Kölner Spezialunternehmen
Die Bergungsarbeiten gestateten sich aufgrund des hohen Gewichts des Einsatzfahrzeugs aufwendig. Ein spezialisiertes Bergungsunternehmen aus Köln wurde an die Unfallstelle gerufen, um das Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn zu ziehen. Die Kräfte des Löschzugs der Wache 2 unterstützten die Bergungsmaßnahmen vor Ort.
Aufwendige Bergung mit Seilwinde und Kran
Für die Bergung des schweren Einsatzfahrzeugs war ein spezialisiertes Bergungsunternehmen aus Köln hinzugezogen worden. Mithilfe einer Seilwinde und eines Krans gelang es nach einer Folgemeldung der Feuerwehr, die Drehleiter aus der Böschung zu bergen und wieder auf die Straße zurückzubringen.
Da das Fahrzeug infolge des Unfalls nicht mehr fahrbereit war, wurde es anschließend mit einem Bergungsfahrzeug zu einem Fachbetrieb nach Bergisch Gladbach transportiert.
Die Drehleiter sei bei dem Unfall erheblich beschädigt worden. Der genaue Umfang der Schäden werde nun durch einen Sachverständigen begutachtet. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten daher weiterhin keine verlässlichen Angaben gemeldet werden.















