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Nach einer Explosion in einem mehrstöckigem Wohnhaus wurde die Feuerwehr Regensburg um 3:54 Uhr zu einem Gebäudebrand alarmiert.

Regensburg, BY. Der ersteintreffende Inspektionsdienst bestätigte laut Meldung der Berufsfeuerwehr die Lage bei Eintreffen an der Einsatzstelle. Demnach sei die Straßenseite eines viergeschossigen Wohnhauses über zwei Etagen komplett zerstört worden. Trümmer lagen bis zum gegenüberliegenden Haus. Ein massives Brandgeschehen drang bis in den Dachstuhl. Auf der Gebäuderückseite bot sich das gleiche Bild. Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst hatten bereits mit einer Sichtung der auf der Straße stehenden Menschen und einer Räumung der angrenzenden Gebäude begonnen. Aufgrund der Lage sei umgehend eine Alarmstufenerhöhung auf Brand 5 und einen Massenanfall von Verletzten (MANV 10-15) veranlasst worden.

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Vorderseite des Wohnhauses in der Von-Reiner-Straße im Osten von Regensburg. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

Einsatzverlauf und Löscharbeiten

Die Brandbekämpfung wurde unverzüglich von außen über zwei Einsatzabschnitte eingeleitet. Dabei kamen mehrere B- und C-Rohre sowie anfangs zwei Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund einer akuten Einsturzgefahr war ein Innenangriff sowie das Absuchen der noch intakten Wohneinheiten nicht möglich.

Durch einen massiven Löschangriff konnte eine Ausbreitung des Brandes auf den gesamten Dachstuhl und die angrenzenden Einheiten des Nachbarhauses verhindert werden. Um verbliebene Glutnester im Dachstuhlübergang von außen zu erreichen, wurden Dachflächen mithilfe einer dritten Drehleiter geöffnet. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wurde per Drohne kontrolliert.

Gefahrenabwehr und Betreuung der Anwohner

Aus Sicherheitsgründen trennte der Energieversorger die drei betroffenen Hausnummern des Gebäudekomplexes vollständig von der Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Die Bewohner wurden in einer Betreuungsstelle im angrenzenden Antoniushaus untergebracht. Eine Rückkehr in ihre Wohnungen ist derzeit ausgeschlossen; das städtische Sozialamt übernimmt die Organisation von Ausweichunterkünften.

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Das massive Brandgeschehen drang bis in den Dachstuhl, hier Nachlöscharbeiten gegen 10 Uhr am folgenden Vormittag. Bild: Vera Stegmeier. Feuerwehr Fachjournal

Personenschaden und Folgemaßnahmen

Im Einsatzverlauf wurden Personen im einstelligen Bereich als verletzt bestätigt. Ob sich in den direkt vom Brand betroffenen Wohneinheiten Personen befanden, sei derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Zur Befestigung und Gefahrenabwehr führt das Technische Hilfswerk (THW) unter Hinzuziehung überörtlicher Kräfte umfangreiche Abstützungsmaßnahmen durch. Ziel sei es, das Gebäude vor einem Einsturz zu sichern und das Betreten der nicht betroffenen Einheiten zu ermöglichen. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.

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Die Aufnahme der Gebäuderückseite zeigt die Schäden an Wohnungen und Treppenhaus. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

Aktuelle Lage und eingesetzte Kräfte

Derzeit sichert die Feuerwehr die Einsatzstelle weiterhin mit zwei Löschfahrzeugen und zwei Drehleitern ab. Der Rettungsdienst stellt den medizinischen Schutz der verbleibenden Kräfte sicher. Angaben zur Brandursache sowie zur Höhe des Sachschadens konnten bei Meldungslegung gegen 9:41 Uhr nicht gemacht werden.

Eingesetzte Kräfte vor Ort: Berufsfeuerwehr Regensburg, FF Burgweinting, FF Harting, FF Altstadt (inkl. UG-ÖEL), FF Keilberg (Drohneneinheit), FF Weichs sowie das Technische Hilfswerk und der Rettungsdienst. Stadtbrandrat Markus Weinbeck übernahm vor Ort die Leitung eines Einsatzabschnitts.

Gebietsabsicherung / Wachbesetzung: Die Hauptwache wurde für etwaige Paralleleinsätze durch die FF Lappersdorf (Drehleiter), die Löschzüge Wutzlhofen und Graß sowie hauptamtliches Personal besetzt.

Die Einsatzleitung lag bis 08:15 bei Christoph Tresch, nachfolgend Christoph Wein. Weitere Details zum Einsatzverlauf und zu eingesetzten Kräften können zum Meldungzeitpunkt noch nicht genannt werden.

Wie unserer Redaktion vor Ort von Anwohnern geschildert wurde, seien diese Nachts gegen vier Uhr von mindestens zwei lauten Knallgeräuschen geweckt worden. Ein rückseitig, gegenüberliegendes Haus zeigte Einschlagspuren von Gegenständen, welche vermutet durch die entstandene Wucht, an dessen Hauswand und Fenster geschleudert wurden.

Update von 11:44 Uhr: Nach der Explosion in Wohnhaus in Regensburg mit gemeldeten Verletzten sowie Vermissten laufen die Ermittlungen

Demnach liegen nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Von-Reiner-Straße in Regensburg am heutigen Morgen neue Erkenntnisse vor.

Nach aktuellem Sachstand seien in dem Mehrfamilienhaus vier Wohnungen unmittelbar von der Explosion betroffen. Fünf Personen seien verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Unter den Verletzten befinde sich auch ein Polizeibeamter, der mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung medizinisch versorgt wurde, aber bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte.

Besonders kritisch sei dass derzeit noch zwei Personen im Gebäude vermutet werden und als vermisst gelten. Die Feuerwehr führt nach wie vor umfangreiche Löscharbeiten durch. Ein Betreten des betroffenen Gebäudes durch die Einsatzkräfte sei derzeit nicht möglich. Das Technische Hilfswerk hat damit begonnen das Gebäude abzustützen.

Die Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg sind am Einsatzort und haben mit der Spurensicherung und der Ursachenforschung begonnen. Auch zum jetzigen Zeitpunkt sei die Ursache der Explosion noch ungeklärt. Zur Unterstützung der Ermittlungen sind Kräfte des Landeskriminalamtes sowie die Bereitschaftspolizei vor Ort. Die Bereitschaftspolizei wird in Kürze mit einem systematischen Absuche im unmittelbaren Umfeld des Einsatzortes beginnen.

Zeugenaufruf

Die Polizei bittet alle Personen, die zum Zeitpunkt der Explosion in der Nähe der Von-Reiner-Straße waren oder Besonderheiten (z. B. verdächtige Geräusche oder Vorabereignisse) wahrgenommen haben, sich umgehend bei der Kriminalpolizei Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-2888 zu melden.

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Eine Ausbreitung auf den gesamten Dachstuhl und die Wohneinheiten des Nachbarhauses konnte durch den massiven Löschangriff verhindert werden. Dazu wurde mittels Einsatz einer Drohne sowie einer dritten Drehleiter der Dachstuhlübergang von außen geöffnet. Bild: Vera Stegmeier, Feuerwehr Fachjournal

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