Am 14. Juli 2026 kam es auf der Bundesautobahn 52 zu einem Fahrzeugvollbrand. Während die Brandbekämpfung rasch zum Erfolg führte, stellten rücksichtslose Verkehrsteilnehmer und eine mangelhafte Rettungsgasse die Einsatzkräfte der Feuerwehr Meerbusch vor erhebliche Sicherheitsrisiken.

Brandbekämpfung des verunfallten, brennenden Fahrzeuges. Bild: Feuerwhr Mehrbusch
Schneller Löscherfolg unter Atemschutz
Gegen 15:00 Uhr wurden die Einheit Büderich sowie die hauptamtliche Feuerwache der Feuerwehr Meerbusch zu einem brennenden Pkw auf die A52 in Fahrtrichtung Mönchengladbach alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand.
Zur Brandbekämpfung gingen umgehend zwei Trupps unter schwerem Atemschutz (SAD) vor. Durch den schnellen und gezielten Löschangriff konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen der Flammen auf die Umgebung verhindert werden. Personen wurden nicht verletzt. Für die Dauer der Lösch- und aufwendigen Nacharbeiten mussten zwei Fahrspuren der Autobahn gesperrt werden. Der gesamte Einsatz dauerte rund 90 Minuten.

Bild: Feuerwehr Meerbusch
Einsatztaktische Erschwerung: Gasse blockiert, Absperrung missachtet
Überschattet wurde der Routineeinsatz von mehreren sicherheitskritischen Vorfällen im fließenden Verkehr, die die Gefährdung von Rettungskräften auf Autobahnen erneut verdeutlichen:
Blockierte Rettungsgasse: Bereits bei der Anfahrt wurden die Einsatzfahrzeuge massiv behindert. Ein Lkw-Fahrer blockierte die Rettungsgasse, da er abgelenkt war und mit seinem Mobiltelefon die Rauchsäule filmte.
Missachtung der Einsatzstellensicherung: Ein Verkehrsteilnehmer überfuhr und beschädigte einen Verkehrsleitkegel und flüchtete anschließend unerlaubt von der Unfallstelle.
Gefährdung im Nahbereich: Ein weiterer Pkw-Fahrer ignorierte die Absperrung komplett, durchbrach die mit Leitkegeln gesicherte Einsatzstelle und passierte die Einsatzkräfte mit stark überhöhter Geschwindigkeit.

Bild: Feuerwehr Meerbusch
Einsatzstellensicherung – wichtig für Einsatzkräfte im Gefahrenbereich
Der Vorfall in Meerbusch zeigt einmal mehr, dass die physische Absicherung von Einsatzstellen auf Schnellstraßen oberste Priorität haben muss. Trotz standardisierter Vorwarn- und Absperrmaßnahmen bleibt das Risiko durch unachtsame oder vorsätzlich handelnde Verkehrsteilnehmer extrem hoch. Die Feuerwehr Meerbusch appelliert in diesem Zusammenhang erneut an die strikte Einhaltung von Rettungsgassen und Absperrungen – sie sind Lebensversicherungen für die Einsatzkräfte im Gefahrenbereich.













