Extrem heiß, extrem trocken – mit LÜKEX wird Krisenmanagement gemeinsam geübt
Aktuell baut sich die nächste Hitzewelle in Deutschland auf. Nur kurz währte das Aufatmen nach dem Ende der Hitzewelle im Juni 2026. Diese hat gezeigt, wie anfällig Deutschland gegenüber extremer Hitze und anhaltender Trockenheit ist. Tagelang lagen die Temperaturen vielerorts bei 40 °C. Das war sehr anstrengend für alle und für Alte, Kinder, Kranke, Schwangere und viele andere Menschen war es sogar gefährlich. Tropische Nächte erschwerten die Erholung, Kommunen warnten vor Wasserknappheit. Krankenhäuser, Rettungsdienste und Pflegeeinrichtungen arbeiteten an der Belastungsgrenze. Hinzu kamen Einschränkungen bei Verkehr und Kritischen Infrastrukturen.
Pressemitteilung BBK Bund, 28. Juli 2026
Extreme Hitze ist also keine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Sie stellt vielmehr eine Herausforderung für Gesundheit, Versorgungssicherheit, Wirtschaft und den Bevölkerungsschutz dar. Auch treten Hitzewellen inzwischen häufiger, länger und intensiver auf. Welche Folgen kann eine solche Entwicklung für Staat, Gesellschaft und Kritische Infrastrukturen haben? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Großübung 26, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vom 4. - 6. November 2026 ausrichtet. Die Vorbereitungen laufen bereits.
Was wird geübt?
In dieser bundesweiten Krisenmanagementübung wird das Szenario „Dürre und Hitzewelle – Notlage durch extreme Hitzewelle nach langjähriger Trockenperiode in Deutschland und Europa“ trainiert. Ausgangspunkt ist eine mehrjährige Dürre mit deutlich zu geringen Niederschlagsmengen Auf diese langanhaltende Trockenperiode folgt eine außergewöhnliche Hitzewelle mit anhaltend hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen. In der Übung werden vor allem die Folgen für die Bereiche Inneres, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr betrachtet und damit die Lebensbereiche der gesamten Bevölkerung.
Eine solche Lage erfordert ein abgestimmtes Handeln aller staatlichen Ebenen sowie eine enge Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und Betreibern Kritischer Infrastrukturen sowie eine geeignete Krisenkommunikation. Die Erkenntnisse aus der Übung helfen dabei, Krisenreaktionsmechanismen weiterzuentwickeln und die Vorsorge auch für andere komplexe, lang andauernde Schadenslagen zu verbessern.
„Unsere Aufgabe als Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist es, gemeinsam mit Bund, Ländern und weiteren Partnern dafür zu sorgen, dass Deutschland auf solche Krisen vorbereitet ist. Genau dafür gibt es die LÜKEX. Ich freue mich, dass sich in diesem Jahr mit 183 Organisationen so viele Partner beteiligen wie noch nie. Wer gemeinsam übt, kann im Ernstfall schneller handeln – und die Menschen in unserem Land besser schützen“,
sagt BBK-Präsidentin Grit Tüngler.
Warum LÜKEX? Was ist das?
Das BBK koordiniert seit über 20 Jahren die LÜKEX, die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung/Exercise. In der strategischen Übung testen und trainieren die teilnehmenden Organisationen ihr Krisenmanagement, handelnde Personen gewinnen Sicherheit und Netzwerke werden geschaffen. Krisenmanagement ist eine gemeinsame Aufgabe: Alle Beteiligten müssen zusammen an einem Strang ziehen, Informationen austauschen, die Lage einschätzen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Hierfür bietet die LÜKEX eine optimale Plattform.
Im Bevölkerungsschutz arbeiten Bund und Länder, die Ministerien und Fachbehörden der verschiedenen Ressorts, außerdem Hilfsorganisationen und auch KRITIS-Betreiber zusammen, um die Bevölkerung zu schützen und die Auswirkungen einer Krise oder Katastrophe möglichst gering zu halten.
Die nächste Übung – LÜKEX 28
Die nächste LÜKEX wird sich voraussichtlich im Jahr 2028 mit dem Thema der Zivilen Verteidigung beschäftigen. Die Vorbereitungen hierfür haben bereits begonnen. In weiteren Abstimmungs- und Planungsschritten werden nun Schwerpunkte erarbeitet, die für eine strategische bundesweite ressort-, länder- und ebenenübergreifende Übung sinnvoll sind.












