Ein zehn Meter tiefer Schacht wurde ungesichert aufgefunden, der Eingang des Bunkers wurde nach dem Einsatz wieder verschlossen.
Essen. Am 04.10.2026 wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen an einen Radweg an der Holsterhauser Straße gerufen. Passanten hatten dort einen ungesicherten, etwa zehn Meter tiefen Schacht bemerkt, der in einen ehemaligen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg führt. Ein rund 800 Kilogramm schwerer Betonblock, der eigentlich die Abdeckung sichern sollte, lag daneben.

Die Einsatzkräfte schützten sich mit Atemschutzgeräten vor gefährlichen Gasen. Bild: Feuerwehr Essen
Aufwendige Suchaktion der Höhenrettung
Da Hinweise und Aufnahmen auf ein wiederholtes unbefugtes Betreten hinwiesen und Unbefugte im Inneren nicht ausgeschlossen werden konnten, forderte die Feuerwehr Verstärkung an. Drei speziell geschulte Kräfte der Höhenrettung seilten sich gesichert und unter Atemschutz in die weitläufige Anlage ab. Die Durchsuchung erwies sich als schwierig: Neben erschwerenden baulichen Bedingungen stießen die Retter auf knietiefes Wasser und maßgeblich erhöhte Kohlendioxidwerte. Personen wurden im Bunker nicht vorgefunden.
Nach rund drei Stunden endete der Einsatz für die 25 beteiligten Kräfte (u. a. der Wachen Mitte und Rüttenscheid, des Rettungs- und Führungsdienstes). Der Schacht wurde mithilfe eines Feuerwehrkrans wieder vollständig verschlossen.
Sicherheitshinweis der Feuerwehr Essen
Das Betreten stillgelegter Bunker und ungesicherter Schächte ist lebensgefährlich. Neben akuter Einsturz- und Absturzgefahr droht in unterirdischen, schlecht belüfteten Räumen das Ansammlungsrisiko unsichtbarer und geruchloser Gase. Hohe Kohlendioxid-Konzentrationen verdrängen den Sauerstoff und können rasch zur Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod führen.













