Gemeinsame Aktion auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin bekräftigt Forderungen bezüglich geplanter Notfallreform
Berlin – Mit einer eindrucksvollen Kulisse aus Rettungsfahrzeugen und Hubschraubern haben heute die führenden deutschen Hilfsorganisationen, Luftretter und Feuerwehrverband auf dem Berliner Pariser Platz protestiert. Unter dem Motto „Notfallversorgung sichern – Finanzierung verlässlich. Mitsprache verbindlich.“ verliehen sie kurz vor der 2. und 3. Lesung des neuen Notfallreform-Gesetzes im Bundestag ihren Kernforderungen zu Nachkorrekturen Nachdruck.

Mit einem großen Aufgebot mit Hubschraubern und Einsatzfahrzeugen verleihen die Organisationen ihren Forderungen Nachdruck. Bild: (C) Wolf Lux @wolf_lux_photography
Unterstützung erhält das Bündnis – bestehend aus der ADAC-Luftrettung, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) samt der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der DRF Luftrettung, der Johanniter-Unfall-Hilfe (inkl. Johanniter Luftrettung) und dem Malteser Hilfsdienst – auch von den kommunalen Spitzenverbänden, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Landkreistag.
Verlässliches Geld und echte Mitsprache verlangt
Obwohl die acht Organisationen, die nahezu 100 Prozent der medizinischen Notfallversorgung in Deutschland stemmen, die Notfallreform grundsätzlich begrüßen, mahnen sie in zwei zentralen Punkten dringende Nachbesserungen an:
Rechtssichere und verlässliche Finanzierung: Es brauche klare gesetzliche Regelungen, die den besonderen und kostenintensiven Anforderungen der Notfallrettung dauerhaft Rechnung tragen.
Verbindliches Stimmrecht: Die Akteure fordern eine angemessene, stimmberechtigte Beteiligung im geplanten bundesweiten Fachgremium, das künftig Rahmenempfehlungen für die Notfallrettung erarbeiten soll.

Aktion der Hilfsorganisationen heute in Berlin gegen die Sparmaßnahmen der Bundesregierung und für eine Rettung der sicheren Notfallversorgung. Bild: (C) Wolf Lux @wolf_lux_photography
Praxiswissen für die Gesetzesgestaltung nutzen
Aus Sicht der beteiligten Verbände steht die Zukunft des Rettungsdienstes auf dem Spiel. Die Rettungsorganisationen stellen dazu klar:
„Ein jederzeit einsatzbereiter Rettungsdienst, der höchste Qualitätsstandards erfüllt und ausreichend Fachkräfte gewinnt, kann aus Sicht der acht Organisationen nur dann weiter Bestand haben, wenn er auch künftig zuverlässig finanziert ist und diejenigen in die politischen Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden, die die Notfallversorgung Tag für Tag sicherstellen.“
Genau aus diesem Grund sei es notwendig gewesen, die Forderungen im Rahmen der Aktion am Brandenburger Tor erneut vorzutragen und auf eine gemeinsame Weiterentwicklung der Reform zu dringen.
Weiterführende Informationen: Das gemeinsame Positionspapier der Verbände sowie detaillierte Forderungen stehen auf der Website des Deutschen Feuerwehrverbandes unter folgendem, externen Link zum Download bereit: https://www.feuerwehrverband.de/notfallreform-rettungsdienst-braucht-verlaessliche-finanzierung-und-echte-mitsprache/













