Eindrucksvolle Auftritt mit viel Informationen zu Ausstattung und Ausrüstung: THW zeigt moderne Einsatztechnik auf der Interschutz
Bonn/Hannover, 06.06.2026 | am. Eine Woche lang präsentierte das Technische Hilfswerk (THW) auf der Fachmesse Interschutz seine neuesten Investitionen zur Modernisierung des Zivil- und Katastrophenschutzes. Neben Vorführungen innovativer Technologien nutzten die THW-Fachkräfte die Plattform für intensive Gespräche mit internationalen Delegationen, hielten Fachvorträge und beteiligten sich an Diskussionsrunden.
„Vom interessierten Laien bis zu Delegationen des Deutschen Bundestages oder des schwedischen Zivilschutzes: Auf der Interschutz haben wir einem internationalen Publikum gezeigt, wie das THW seine Lehren aus vergangenen Einsätzen in gezielte Innovationen übersetzt“,
freute sich THW-Vizepräsident Dierk Hansen über die gelungene Messewoche.

Unimog des THW auf der Interschutz 2026. Bild: THW Philip Ziemek
Breites Leistungsspektrum
Vom 1. bis zum 6. Juni zeigte das THW auf der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz in Hannover sein breites Leistungsspektrum. Unter den knapp 1.800 Ausstellern aus 55 Nationen war das THW mit zwei Messeständen auf über 740 Quadratmetern vertreten und bot den rund 140.000 Besucherinnen und Besuchern praxisnahe Einblicke in den operativen Bevölkerungsschutz.

Mobile Werkstatt auf der Interschutz. Bild: THW, Pierre Graser
Fünf Themenschwerpunkte am Hauptstand
Die Präsentation am Hauptstand gliederte sich in fünf Kernbereiche: An einer Station veranschaulichte ein Miniaturmodell das neue Liegenschaftskonzept des THW. Großen Andrang gab es im Bereich der modernen Ausstattung – insbesondere die neue Mobile Atemschutzübungsstrecke (MOBAS) zog lange Warteschlangen an. Hier zeigten Einsatzkräfte in voller Schutzmontur die Handhabung im Realeinsatz. Ein weiterer Publikumsmagnet war ein fabrikneuer Unimog mit Ladekran. Das Fahrzeug gehört zu einer Tranche von insgesamt 66 Einheiten, die das THW durch finanzielle Mittel aus dem „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ erwerben konnte.
Als historischer Gegenpol diente ein Oldtimer-Unimog aus der historischen Sammlung der THW-Bundesvereinigung e. V. Die Forschungsabteilung des THW präsentierte wiederum zukunftsweisende Technologien wie den Transportroboter ROMATRIS und ermöglichte es den Standgästen, via VR-Brille virtuell ein Einsatz-Gerüst-System aufzubauen. Virtuelle Realität gab es auch bei der THW-Jugend e. V.: Hier lernten Kinder und Jugendliche spielerisch das richtige Verhalten in Krisenszenarien wie einem Blackout. Ergänzt wurde der Auftritt durch Informationsangebote der Stiftung THW.
In einer separaten Messehalle stellte das THW zudem das Equipment der Fachgruppe Infrastruktur vor. Ein besonderes Exponat war hier ein mobiler 20-Fuß-Werkstattcontainer inklusive Montagekran – ein Modell, wie es vom THW auch als Unterstützung an die Ukraine geliefert wurde.
Fachvorträge beleuchten die Vielfalt der Kompetenzen
Das Rahmenprogramm am Messestand wurde durch zahlreiche Expertenvorträge bereichert. Das THW-Forschungsteam berichtete unter anderem über Projekte zur Krisenfestigkeit von Verwaltungsstäben. Zudem wurde das bundesweite THW-Bauprogramm erläutert, in dessen Zuge rund 200 neue Liegenschaften entstehen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Auslandseinsätzen: Am Beispiel der Ukraine-Hilfe seit 2022 wurde das internationale Engagement des THW beleuchtet. Hierzu begrüßte das THW auch zwei Vertreter des ukrainischen Zivilschutzes, die direkt von den Herausforderungen in ihrem Heimatland berichteten. Die THW-Jugend gestaltete gemeinsam mit weiteren Jugendverbänden eine Podiumsdiskussion über die zentrale Bedeutung der jüngeren Generation im Bevölkerungsschutz. Darüber hinaus stellte ein Experte des Virtual Operations Support Teams (VOST) die Arbeit dieser modernen THW-Einheit vor, die den Katastrophenschutz im digitalen Raum unterstützt.

Am Stand der THW-Jugend konnte das Training mit der VR-Brille ausprobiert werden. Bild: THW | Philip Ziemer















