In wenigen Wochen wird Fulda mit der RETTmobil International erneut zum internationalen Treffpunkt des Rettungswesens:
Auf der RETTmobil International kommen vom 6. bis 8. Mai 2026 Einsatzkräfte, Hersteller und Organisationen aus aller Welt zusammen. Die Messe ist bereits seit Wochen ausgebucht. Rund 500 Aussteller aus 28 Nationen werden erwartet.

© Messe RETTmobil International GmbH
Neben europäischen Ländern sind unter anderem Anbieter aus den USA, China, Israel, der Türkei, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie erstmals auch aus Thailand vertreten. Im Fokus stehen Produkte und Konzepte für Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Zivil- und Katastrophenschutz.
Medizintechnik und Digitalisierung
Im Bereich Medizintechnik stellt Zoll Medical mit dem „Zenix“ einen neuen Monitor/Defibrillator vor. Das Gerät kombiniert nach Herstellerangaben einen großen Touchscreen mit Funktionen zur Unterstützung der Beatmung und Reanimation. Technologien wie „Real-CPR-Help“ und „Real-BVM-Help“ sollen Einsatzkräften ein Echtzeit-Feedback zur Qualität von Maßnahmen geben und Anpassungen unter Einsatzbedingungen erleichtern.
Fahrzeuge und Ausbaukonzepte
Mehrere Aussteller setzen auf neue Fahrzeuglösungen und Ausbauten. System Strobel zum Beispiel zeigt einen Krankentransportwagen mit eigenentwickeltem Mittelhochdach auf Basis des Ford Transit Custom sowie einen neuen XXL-Kofferaufbau für 5-Tonnen-Fahrgestelle.
Krämer Special Vehicles präsentiert mit dem „Rawkar“ erstmals ein amphibisches Einsatzfahrzeug mit Wasserantrieb und Schiffsschraube. WAS stellt mit dem WAS-500-E einen elektrisch betriebenen Rettungswagen vor. Auch Auto-Fiegl thematisiert Elektromobilität im Krankentransport. Volkswagen zeigt die siebte Generation des VIANIS VW New Transporters, der erstmals auf einer Ford-Plattform basiert und in verschiedenen Varianten, darunter auch für den Rettungsdienst, angeboten wird. BMW präsentiert mit dem iX3 ein vollelektrisches Fahrzeug im Feuerwehrdesign. Mercedes-Benz ist nach zweijähriger Pause wieder mit einem eigenen Stand auf der RETTmobil vertreten.
Spezialtechnik für außergewöhnliche Einsatzlagen
Im Bereich Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnik reicht das Spektrum auf der RETTmobil von Umbau- und Ausrüstungslösungen bis hin zu Spezialfahrzeugen. BTS Brandschutztechnik beispielsweise informiert über Möglichkeiten, Kofferaufbauten auf neue Fahrgestelle umzusetzen.
Die Walser Schnellentleerung ermöglicht es, große Mengen Löschwasser in kurzer Zeit aus Fahrzeugtanks abzulassen und wird vor allem bei Waldbränden eingesetzt. Besonderheit: Die TLF bzw. GTLF von Walser verfügen über eine Mittschiffpumpe direkt am Fahrerhaus. Hänsch zeigt Systeme zur bohrfreien Montage von Warnbalken sowie Lastenträgern über Klemmhalterungen an vorhandenen Relings. Respirex bzw. das spezialisierte Tochterunternehmen MFC International präsentiert mobile, aufblasbare Dekontaminationssysteme für CBRN-Lagen, die in verschiedenen Größen verfügbar sind. Stem EMS stellt mit „Revel-D“ ein System vor, das den Transport von bis zu vier Tragen in Militärfahrzeugen auch in unebenem Gelände ermöglicht.
Geräte und Infrastruktur
Auch Gerätehersteller nutzen die Messe zur Präsentation neuer Produkte. Makita zeigt die leistungsstarke Reciprosäge JR0002G mit Antivibrationssystem und werkzeuglosem Sägeblattwechsel.
Manitou stellt den kompakten Teleskoplader MT 730 für Einsätze in beengten urbanen Räumen vor. Lava Marine wiederum bringt speziell entwickelte Hochwasserboote mit. Das DRK Fulda kündigt einen 25 Meter langen mobilen Sanitätscontainer an, der unter anderem eine Arztpraxis, Videolaryngoskopie, Ultraschalltechnik und weitere medizinische Ausstattung integriert.
Praxisübungen und Luftrettung
Im Rahmenprogramm sind szenariobasierte Übungen vorgesehen. Am 7. Mai wird um 13 Uhr die medizinisch-technische Rettung einer eingeklemmten Person aus einer Müllwagenpresse demonstriert. Organisation und Durchführung liegen in den Händen des ASB LV Hessen e.V., des ASB RV Frankfurt/Main e.V. sowie der Berufsfeuerwehr Frankfurt/Main.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Präsentation der Johanniter Luftrettung: Die Johanniter planen am 8. Mai um 11 Uhr die Landung eines Intensivtransporthubschraubers vom Typ H145 D3 auf dem benachbarten Sportplatz am Messegelände. Im Anschluss lädt bis 14 Uhr
eine begleitende Ausstellung die Besucher dazu ein, die Welt der Luftrettung näher kennenzulernen – mit spannenden Einblicken in Technik und Ausstattung, einer Materialpräsentation der Johanniter Luftrettung sowie Informationen zu vielfältigen beruflichen Perspektiven. Die Durchführung der Aktion steht unter dem Vorbehalt geeigneter Wetterbedingungen, die eine sichere Landung sowie einen sicheren Abflug gewährleisten.
Fortbildungen und Offroad-Parcours
Begleitend bietet die Messe zahlreiche Fortbildungen und Workshops für Einsatzkräfte an.
Buchungen sind nur online unter https://www.rettmobilinternational.com/rahmenprogramm/fortbildungen/ möglich. Besonders nachgefragt sind praxisorientierte Trainings der LUKAS RESCUE LEAGE, die zweimal täglich stattfinden. Erste Termine sind bereits ausgebucht.
Ein Alleinstellungsmerkmal der Fachmesse ist der Offroad-Parcours: Dort können Besucher verschiedene Einsatzfahrzeuge nicht nur sehen, sondern auch mitfahren.
Organisation und Ablauf
Die Messe ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Die Anreise ist über den ICE-Bahnhof Fulda mit kostenlosem Shuttlebus möglich, Parkplätze stehen ebenfalls kostenfrei zur Verfügung. Tickets sind online unter https://rettmobil.ticket.io/ erhältlich.
Der traditionelle Abschluss der RETTmobil erfolgt am 8. Mai um 17 Uhr mit dem traditionellen „Abhupen“ und der Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge vom Gelände.
Quelle: Pressemeldung Rettmobil International GmbH















