Nach dem Erdbeben der vergangenen Woche sind nun Kräfte des THW am Einsatzort angekommen.
Bonn/Caracas, 27.06.2026. Das 48-köpfige Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerks (THW) ist heute Nacht am Flughafen Caracas eingetroffen.
„Unsere Einsatzkräfte der SEEBA beginnen nun die Lageerkundung gemeinsam mit internationalen Partnern“, erklärte THW-Präsidentin Sabine Lackner. „Die ersten Prioritäten sind die Abstimmung der Einsatzstellen und Einsatzoptionen sowie die Prüfung logistischer Rahmenbedingungen für die kommenden Tage. Damit wir so schnell wie möglich mit der Suche nach Vermissten beginnen können.“

Im THW-Ortsverband in Köln-Porz fand eine Einweisung mit der Weitergabe der wichtigsten Länderinformationen, ein letzter Medizincheck vor der Abreise von Mensch und Tier sowie die Gepäckabfertigung statt. Bild: THW / Jérôme Klein
Im Einsatzland startet nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Die SEEBA-Kräfte haben bereits ihre Erkundungen gestartet. „Ziel ist es, jene Einsatzstellen zu identifizieren, an denen es wahrscheinlich ist, Menschen zu retten“, erklärt Lackner. Gleichzeitig richtet ein anderer Teil des Teams die so genannte Base of Operation des THW ein. Die Base of Operation ist das Basislager des Teams. Dort wird der Einsatz koordiniert; das Team hat dort seine Ruhe- und Versorgungsbereiche.

Im Einsatz ist die Schnell-Einheit Einsatz Bergung Ausland autark. Diese kann sich bis zu zehn Tage eigenständig versorgen. Bild: THW / Jérôme Klein
Nach der Ankunft im Einsatzgebiet in den frühen Morgenstunden erfolgte die Registrierung bei den zuständigen internationalen Koordinierungsstrukturen sowie die erste Lageeinweisung durch lokale Behörden und Partnerorganisationen. Ein Botschaftsunterstützungsteam des THW war bereits am Freitagabend in Venezuela angekommen. Dieses organisierte gemeinsam mit der Botschaft unter anderem den Weitertransport des SEEBA-Teams inklusive Ausstattung.

Auch vier Suchhundeteams sind im Einsatz. Bild: THW / Jérôme Klein
Sobald die Suchmaßnahmen gestartet sind, wird das Team in zwei Schichten arbeiten. So ist es dem Team möglich, rund um die Uhr nach Vermissten zu Suchen. Dabei setzen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer neben moderner Suchtechnik auf ihre vierbeinigen Kameradinnen und Kameraden: Mit Such- und Rettungshunden werden sie die Trümmer nach Vermissten absuchen. Mit ihren feinen Nasen sind sie in der Lage, Überlebende aufzuspüren.

Gepäck und Einsatzkräfte im Flugzeug. Bild: THW
Der SEEBA-Einsatz wird vom Auswärtigen Amt finanziert, den strategischen Lufttransport stellte die Bundeswehr bereit.
Meldung des THW von 27. Juni 2026













