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Interschutz 2022 – vier Unternehmen für Einsatzfahrzeugtechnik geben Nichtteilnahme bekannt

28. März 2022 | Von den heute fast 1200 gelisteten Ausstellern geben vier namhafte Hersteller bekannt, diesmal nicht auf der Interschutz mit dabei zu sein.

Aktualisierung 28.03.22 – 15.49 Uhr – Update 29.03.22 – 16.05

Nach zahlreichen und intensiven Überlegungen hat sich die Ziegler Gruppe nun dazu entschlossen, auf die Teilnahme an der Interschutz 2022 zu verzichten. Sowohl die aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation sowie die humanitären Auswirkungen des Ukraine Kriegs spielten bei dieser Entscheidung die ausschlaggebende Rolle – so das Unternehmen in einer Mitteilung. Ziegler hofft hier bei seinen Kunden, Partnern, Feuerwehren und allen Messebesuchern aufgrund der derzeitigen Situation auf Verständnis.

Hersteller Schlingmann teilt am 28. März 2028 die Entscheidung, nicht an der Interschutz 2022 teilzunehmen, mit: Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass ein Messeauftritt, der trotz Krieg in der Ukraine, Rohstoff und Energiepreiskrise und CoronaPandemie stattfindet, weder unsere Erwartungen noch die Erwartungen aller anderen Teilnehmer erfüllen kann. Wir freuen uns darauf, dass wir auf der nächsten Interschutz wieder alle gemeinsam zeigen können, was Brand und Katastrophenschutz Made in Germany bedeutet. Das Unternehmen freue sich bereits auf die Interschutz 2025.

Auch Lentner wird auf der Interschutz 2022 nicht präsent sein. “Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht,” sagt Geschäftsführer und Inhaber Mathias Hausmann. Die Interschutz sei als internationale Leitmesse das ,Schaufenster’, um der Feuerwehrwelt alle fünf Jahre die eigenen Neuentwicklungen zu zeigen. Doch nach zweimaligem Verschieben des Messetermins und angesichts großer wirtschaftlicher Herausforderungen habe man nun eine veränderte Situation, auf die auch Lentner reagieren müsse.

Das neue TLF 3000 Waldbrand auf Unimog U5023 mit Auxilium-Aufbau als Vorführ- fahrzeug mit schwarzer Beklebung.

Bild: Das neue TLF 3000 Waldbrand auf Unimog U5023 mit Auxilium-Aufbau als Vorführfahrzeug mit schwarzer Beklebung. (c) Josef Lentner GmbH

Erfolgreiches Krisenmanagement – Begonnen habe die betriebliche Stressphase mit der Pandemie, die in der Fertigung von Lentner noch heute große Personalknappheit verursache. Durch Krankheits- und Quarantäne-Fälle könne nicht mehr im Zweischichtsystem, sondern fast durchwegs nur noch mit einer Schicht gearbeitet werden. Weil viele Zulieferer unter ähnlichen Problemen leiden, komme es zu Lieferverzögerungen bei Material und Bauteilen. Die globale Logistik-Krise und die Chip-Krise würden weiter zu Engpässen und zur Verknappung beitragen. „Wir unternehmen große Anstrengungen, um den Feuerwehren ihre neuen Einsatzfahrzeuge dennoch einigermaßen fristgerecht zu liefern,“ erklärt der Geschäftsführer. „Wenn es am Markt ein dringend benötigtes Bauteil nicht gibt, dann wird die entsprechende Baugruppe von unserer Konstruktionsabteilung so abgewandelt, dass wir mit einem verfügbaren Bauteil dasselbe Leistungsniveau realisieren können.“

Bereits in der vergangenen Woche teilte design112, das Limburger Unternehmen für Beschriftungen und Markierungen für Einsatzfahrzeuge, die Teilnahme an der Interschutz 2022 ab: die Entscheidung sei gegen die Messeteilnahme gefallen, weil der Krieg in der Ukraine einen partnerschaftlichen Einsatz im Sinne einer finanziellen Unterstützung für die ukrainische Feuerwehr vonnöten mache. Eine SolidaritätsSpende des Unternehmens design112 in Höhe von 20.000 Euro geht an den Deutschen Feuerwehrverband e.V., der ein Konto für die Feuerwehrhilfe der Ukraine eingerichtet hat. Weiters lädt Design112 alle Kunden, Partner und Fans des Unternehmens design112 am 15. und 16. Juli dieses Jahres in Limburg zur Hausmesse 2022 ein.

Update 29.03.22: Auch Bronto Skylift gibt seinen Rückzug in einer Mitteilung bekannt: “After thorough consideration, we have decided to cancel our participation at Interschutz taking place in Hannover, June 2022. […] ”

 

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